Buchs
Zimmer werden dem Alterszentrum «Suhrhard» frei Haus geliefert

Bald wird ein Drittel der Bewohner des Alterszentrums «Suhrhard» in Pavillons einziehen. Diese bilden ein vorübergehendes Zuhause, solange das neue Alterszentrum gebaut wird.

Hubert Keller
Merken
Drucken
Teilen
Am Kranhaken schwebt der Pavillon über das Areal.

Am Kranhaken schwebt der Pavillon über das Areal.

EMANUEL PER FREUDIGER

Während der Sanierung und Erweiterung des Alterszentrums Suhrhard brauchen die Bewohner ein neues Zuhause. Es wird frei Haus geliefert – in Form von 36 vorgefertigten Gebäudemodulen. 24 davon haben ihren Zweck bereits in Ilanz beim Um- und Neubau des dortigen Alters- und Pflegeheims erfüllt.

Seit dem Dienstag, 18. Februar, werden sie im Halbstundentakt (sofern der Verkehr dies zulässt) nach Buchs transportiert. Dort werden sie, jedes Modul elf Tonnen schwer, von einem Pneukran an den Haken genommen und hinter dem Alterszentrum abgesetzt. Zwölf neue Module ergänzen die Siedlung, in der ein kleiner Innenhof angelegt wird.

Die provisorische Anlage der Firma Erne AG Holzbau, Laufenburg, ist Ende April bezugsbereit. Die Pavillons bieten fast mehr Komfort als die heutigen Zimmer im Alterszentrum, sind sie doch allesamt mit rollstuhlgängigen Nasszellen ausgerüstet.

Die erste Bauetappe zur Sanierung und Erweiterung des Alterszentrums beginnt Mitte Mai. Die Pavillons sind fast 9 Meter lang und 3,5 Meter breit. Wie Michael Liechti, Vizedirektor der Erne AG Holzbau, erklärt, werden sie auf Schraubfundamenten abgesetzt und können nach der Nutzungszeit problemlos zurückgebaut und an einem anderen Ort wieder eingesetzt werden.

Der Umbau des Alterszentrums Suhrhard erfolgt in zwei Etappen während dreier Jahre. Zuerst wird neben dem bestehenden Hauptgebäude der erste Teil des Erweiterungsbaus erstellt. Ab Anfang 2016 wird das bestehende Gebäude saniert und mit dem Neubau verbunden. Die Fertigstellung ist im Frühling 2017 geplant.

Die Investitionen belaufen sich auf 39,1 Millionen Franken für die Sanierung und Erweiterung sowie 4,6 Millionen für die Übergangslösung während der Bauzeit. Gebaut wird ein fünfstöckiges Gebäude mit 98 Pflegeplätzen (bisher 84).