Aarau

Zentrum für Demokratie braucht mehr Platz

Das Zentrum für Demokratie im Haus Blumenhalde in Aarau wünscht eine räumliche Erweiterung. HHS

Das Zentrum für Demokratie im Haus Blumenhalde in Aarau wünscht eine räumliche Erweiterung. HHS

Die Ortsbürger von Aarau befinden über den Projektierungskredit für Anbauten beim Zentrum für Demokratie. Es braucht mehr Platz.

Das Zentrum für Demokratie (ZDA) im Haus Blumenhalde in Aarau braucht mehr Platz. Die Ortsbürgergemeinde als Besitzerin der historischen Liegenschaft ist bereit zu investieren und verlangt an der Sommer-Gmeind vom 11. Juni einen Projektierungskredit von 70000 Franken. Konkret geht es um zwei Anbauten und um den Einbau von Fenstern im Seminarraum.

Zwei Anbauten beim Haupthaus

Das Zentrum für Demokratie, ein Ableger der Universität Zürich, ist seit 2008 in der Blumenhalde, im ehemaligen Wohnhaus von Heinrich Zschokke aus dem Jahre 1818, eingemietet.

Die Direktion des ZDA hat 2010 beschlossen, am bisherigen Standort festzuhalten, gleichzeitig aber Wünsche für die räumliche Erweiterung deponiert. Verhandlungen mit der Ortsbürgergemeinde Aarau, der Hauseigentümerin, haben nun zu einem konkreten Vorhaben geführt.

In erster Priorität ins Auge gefasst werden zwei Anbauten auf der Ost- und Westseite des Haupthauses sowie der Einbau von Fenstern im Seminarraum an der Nordfassade.

Die Realisierung stört das Gesamtbild der herrschaftlichen Villa nördlich der Aare nicht, die kantonale Denkmalpflege hat jedenfalls den Segen für ein späteres Baugesuch bereits erteilt. Mit der geplanten Erweiterung erhält das ZDA vier zusätzliche Büros mit insgesamt zwölf weiteren Arbeitsplätzen.

ZDA zahlt höheren Mietzins

Im Gegenzug ist das ZDA bereit, nach dem Anbau einen höheren Mietzins zu bezahlen, und zwar vertraglich zugesichert über eine Dauer von mindestens fünf Jahren und mit einer ebenso langen Option auf Verlängerung. Auf weitergehende Begehren des ZDA, namentlich auf den Ausbau des Waschhauses und die Sanierung des Zschokke-Kellers, ist die Hauseigentümerin nicht eingetreten.

Die Ortsbürgergemeinde Aarau als Bauherrin rechnet mit Kosten von rund 740000 Franken. Die Sommer-Gmeind hat in einem ersten Schritt über den vom Stadtrat beantragten Projektierungskredit über 70000 Franken zu befinden. Passiert auch der Baukredit im November dieses Jahres die Versammlung, so könnte die Realisierung des Vorhabens bereits 2013 erfolgen.

Zu beschliessen haben die Aarauer Ortsbürger am 11. Juni im Roggenhausen auch über die Jahresrechnung und den Geschäftsbericht 2011. Bei einem Umsatz von 4,5 Millionen Franken bleibt unter dem Strich ein Überschuss von 515000 Franken, die für zusätzliche Abschreibungen verwendet werden sollen.

Das Finanzvermögen ist im letzten Jahr auf 74,7 Mio. Franken gestiegen, der Bestand an passivierten Abschreibungen hat auf 1,7 Mio. Franken zugenommen. Das Eigenkapital beträgt unverändert 64,6 Mio. Franken, langfristige Schulden bestehen keine.

Stimmenzähler gesucht

Am Geld fehlt es der Ortsbürgergemeinde Aarau also nicht, wohl aber an Stimmenzählern. Nach dem Rücktritt von Hermine Brunner auf Ende 2011 ist nun auch Laura Maregrande zu ersetzen, die am 31. März von Aarau weggezogen ist.

Der erste Anlauf für eine Ersatzwahl scheiterte an der letzten Winter-Gmeind mangels Kandidatinnen oder Kandidaten kläglich. Deshalb steht das Wahlgeschäft erneut auf der Traktandenliste, stellt doch der Stadtrat den Antrag, die Ersatzwahl für den Rest der Amtsperiode 2010 bis 2013 «zu vollziehen».

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