Vorstandsmitglied Marianne Bolliger kritisierte an der vom Stadtrat vorgeschlagenen neuen Gebührenordnung, dass künftig den Gastronomen und dem Detailhandel in der Innenstadt keine unentgeltlichen Freiflächen mehr zur Verfügung stehen sollen. «Damit werden Ungleichheiten geschaffen, die bisher mit Gratisflächen ausgeglichen worden sind», sagte Bolliger. Die ansässigen Geschäfte würden gegenüber den Marktfahrern benachteiligt. «Uns geht es nicht darum, die Bedingungen der Marktfahrer zu verschlechtern. Wir erwarten aber, dass der örtliche Bezug und die Bedeutung der Geschäfte als Arbeitgeber gewürdigt werden.» Das Zentrum ist zudem der Meinung, dass die heutige wirtschaftliche Situation andere Massnahmen verlangt als Vorschriften und Gebühren zugunsten der Stadtkasse. Eine entsprechende Eingabe wird vorbereitet. Am 11. März findet eine öffentliche Informationsveranstaltung im Kultur- und Kongresshaus KuK statt.

Die letzte GV von Marcel Suter

Marcel Suter hat am Mittwochabend seine letzte Zentrum-GV geleitet. Er übergab an Patrik Westermann. Dem neu gewählten Vorstand gehören nebst Präsident Westermann an: Marianne Bolliger, Stefan Jost, Sandra Jaisli und Patrick Studer. Stadtpräsidentin Jolanda Urech würdigte Suter als Hürdenläufer. Als solcher beweise er nicht nur Ausdauer, sondern auch Schnellkraft, um die Hindernisse zu überwinden. Die Hürden listete Vorstandsmitglied Marianne Bolliger auf und erwähnte nicht nur Suters Bemühungen um das Standortmarketing insbesondere der Altstadt, sondern auch die eidgenössischen Feste, die ohne Suters Mitwirken kaum denkbar seien.

Unter seiner Leitung wird der nächste Grossanlass gegenwärtig vorbereitet: das eidgenössische Volksmusikfest vom 10. bis 13. September. «Ohne Einschränkungen für die Ladengeschäfte wird das Fest nicht abgehen», warnte Suter. Bühnen, Beizen und Stände werden die Innenstadt verstellen. Der Festumzug am Sonntag wird ab 14 Uhr von SRF direkt übertragen. Gemäss Suter wird darüber mit SWR für Baden-Württemberg noch verhandelt.