Aarau

Youtube-Hype: Glückliche tanzende Aarauer füllen gut 1200 Filmminuten

Fredi Rotzetter bei den Dreharbeiten für den Aarauer «Happy»-Film.

Fredi Rotzetter bei den Dreharbeiten für den Aarauer «Happy»-Film.

Tätowierer, Pontoniere - und noch viele mehr: Gegen 200 Leute haben vor Frederik Rotzetters Kamera zum Song «Happy» getanzt – jetzt ist der Film fertig und feiert am Samstag Premiere.

Wer hätte gedacht, dass aus der Schnapsidee was wird? Und wer hätte damit gerechnet, dass die Aarauer auf offener Strasse und vor allen Leuten bei Wind und Wetter tanzen? Sie taten es. Zu Dutzenden.

Aus der Schnapsidee von Eveline Bühler wurde dank Frederik Rotzetters Arbeit innert weniger Wochen ein viereinhalb Minuten langer Tanz-Clip zu Pharrell Williams’ Megahit «Happy».

Damit haben es die Aarauer den New Yorkern, Berlinern und Parisern gezeigt: Auch die Kleinstadt liefert ihren Beitrag zum Youtube-Hype. Und was für einen.

Film-Premiere im Zoo Club

Am Samstag hat das Warten ein Ende, der Film feiert endlich Premiere. «Die Leute liegen mir seit Wochen in den Ohren, wann denn nun der Film fertig sei», sagt Filmemacher Rotzetter und lacht.

Doch noch kann er die Finger nicht vom Clip lassen, schneidet da was weg, setzt dort was ein, werkelt am Intro und dem Abspann herum. Auch wenn er seit Wochen mit dem Clip beschäftigt ist, ist er ihm noch nicht verleidet. Im Gegenteil. «Ich kann von den Bildern der glücklichen, lebensfrohen Menschen gar nicht genug kriegen.»

Pharrell Williams - «Happy» in Aarau - Vorschau

Genügend Bilder und genügend glückliche Aarauer, das hat Rotzetter ganz bestimmt: Gegen 200 Leute haben vor seiner Kamera zur Melodie getanzt, gelacht, geschunkelt. Darunter ein Clown, Pontoniere, Tätowierer, Musiker, Künstler und Rotzetters Göttimeitli, tanzend im Bleifrei, in den Rapsfeldern, bei den Sandbänken, auf dem Bahnhofplatz, beim Alpenzeiger, auf dem Turbinenkreisel, auf dem Brügglifeld oder im Restaurant Krone.

«Ich habe wahnsinnig viele neue Leute und ihre kleine Welten kennen gelernt», sagt Rotzetter. «Mit der Kamera ihre Freude einfangen zu dürfen, war ein grossartiges Erlebnis.»

Mehrere Hundert Gigabytes frisst die Datenmenge für den Film, das sind rund 20 Stunden Material. «Ich habe mir die ganzen 20 Stunden angeschaut und jede Minute davon genossen», sagt Rotzetter.

Eine Woche hat das Schneiden und Bearbeiten in Anspruch genommen – das Ergebnis muss den Vergleich mit den Weltstädten nicht scheuen.

Der Film zeigt nicht nur glückliche Menschen, er macht auch glücklich: Rotzetter, der eben gemeinsam mit Benjamin Bisaz die Firma Augenklang für Ton- und Bildaufnahmen gegründet hat, wird mit Anfragen für weitere Projekte überschwemmt: «Ich habe so viele Anfragen, dass ich gar nicht alles annehmen kann. Besser kann es mit dem Start in die Selbstständigkeit nicht laufen.»

Releaseparty im Zoo Club in Aarau, Samstag, 22 Uhr, Eintritt kostenlos.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1