Der 25. September könnte zu einem Schicksalstag für den «Zukunftsraum Aarau» werden. Dann entscheidet sich nämlich, ob sich Densbüren noch einem weiteren Fusions-Abklärungsprojekt anschliesst - talabwärts, mit Herznach und Ueken. In allen drei Gemeinden finden an jenem Abend gleichzeitig ausserordentliche Gemeindeversammlungen statt. Was genau der Densbürer Gemeinderat beantragt, ist noch nicht publik, der Gemeinderat verabschiede seinen Antrag nächste Woche, sagt Gemeindeschreiberin Margrit Stüssi. Klar ist, dass es einen Verpflichtungskredit braucht, um die Fusionsabklärungen überhaupt bezahlen zu können. Klar ist auch: Sagen die Densbürer jetzt Nein, sind sie definitiv draussen. Bei einem Ja tanzen sie plötzlich auf zwei Hochzeiten.

Rückblick: Densbüren macht beim Fusionsprojekt «Zukunftsraum Aarau» mit. Mehrfach war in der Bevölkerung auch die Frage aufgetreten, weshalb man sich denn nicht nordwärts, Richtung Fricktal orientiere. Es gebe dort gerade kein konkretes Projekt, hiess es von Seiten des Gemeinderats. Doch dann, im Herbst 2017, beschlossen Ueken (rund 900 Einwohner, Steuerfuss 125 Prozent) und Herznach (knapp 1600 Einwohner, 116 Prozent), eine Fusion zu prüfen. Anfang dieses Jahres bekundete dann auch der Densbürer Gemeinderat Interesse an einer Beteiligung. Daraufhin führten Herznach und Ueken eine Bevölkerungsbefragung durch, die diesen Sommer klar zeigte, dass man Densbüren gerne mit im Boot hätte für die Fusionsabklärungen.

Nun kommt das Ganze also vor die Gmeind. In Ueken und Herznach ist aufgrund der recht aktuellen Befragungsresultate wahrscheinlich, dass das Stimmvolk einer vertieften Fusionsabklärung zustimmt – obwohl es natürlich auch hier Überraschungen geben kann. In Densbüren gab es auch eine Bevölkerungsbefragung – die ist aber vier Jahre her. Damals wollten knapp 60 Prozent der Deisperer und über 50 Prozent der Bewohner des Ortsteils Asp gar keine Fusion (ausgefüllt wurden 295 Fragebogen). Es zeigte sich, dass die Asper wenn, dann lieber mit Aarau fusionieren wollen, die Bewohner des Ortsteils Densbüren lieber mit den anderen Gemeinden im Staffeleggtal oder mit Frick. Letzteres, so ist festzuhalten, will derzeit von einer Fusion gar nichts wissen.