Es ist der Idealfall für eine Ortspartei: Eine Person mit Exekutiv- (Gemeindeammann) und Legislativerfahrung (Grossrat) stellt sich als lokaler Präsident zur Verfügung. In Oberentfelden hat das im Februar Vreni Friker (55) getan. Und jetzt macht es in Buchs Wolfgang Schibler (67). Sein neues Engagement ist umso bemerkenswerter, als er nach seiner Abwahl aus dem Grossen Rat allen Grund hätte, der Politik den Rücken zu kehren.

Der Mann, der als Ammann von Bettwil nationale Berühmtheit erlangte, steckt voller Energie. Er sagt: «In Buchs werden die politischen Parteien nicht wahrgenommen. Das will ich ändern.» Und: «Ich möchte die SVP auf sympathische Art spürbar machen. Als die bürgerliche Kraft in der Gemeinde.»

Das Präsidium einer Ortspartei ist für Schibler kein Neuland. Er leitete sieben Jahre lang die FDP Fahrwangen. Dann zügelte er nach Bettwil, wo er als Parteiloser in den Gemeinderat gewählt wurde – auf Vorschlag der lokalen SVP, der er später beitrat. Im Vorfeld der Grossratswahlen 2012 wurde Schibler dann Mitglied der nationalen SVP.

Kein Kampfkandidat

Für die kommunalen Wahlen in Buchs hat er klare Ziele. Die SVP hat 13 von 40 Sitzen im Einwohnerrat. Sie zu verteidigen, sei das Minimalziel, so Schibler, der selber ebenfalls kandidieren wird.

Zudem tritt die SVP wieder an mit Vizeammann Hansruedi Werder (63), der dem Gemeinderat seit 2000 angehört. 2008, als sich die Jungliberale Bewegung auflöste, trat er der SVP bei. Im Herbst wird die SVP noch nicht mit einem zweiten Gemeinderatskandidaten ins Rennen steigen. Das soll dann in vier Jahren der Fall sein. Bis dahin will Schibler zwei Personen aufbauen.

Er ist am letzten Freitag von der Generalversammlung der SVP Buchs, anwesend waren etwa 35 Personen, zum Nachfolger von Sandra Jaisli gewählt worden. Sie war sechs Jahre lang Parteipräsidentin. Ebenfalls in den Vorstand gewählt wurden: Isabelle Dettwiler-Schneider, Jasmin Blaser und Fabio Toma (alle neu) sowie Martin Haberstich, Dieter Ruf und Sonja Märki (alle bisher).