Der Stadtrat Aarau hat am Dienstag im Budget 2020 Investitionen von rund 43 Millionen (brutto) angekündigt. Was passiert mit diesem Geld? Das zeigt ein Blick in den Investitionsplan. Im Rathaus wird beispielsweise ein neues Sicherheitskonzept umgesetzt: Der Stadtrat habe die Abkehr vom Konzept «offenes Rathaus» beschlossen». Dazu müsse das Rathaus in öffentliche, halböffentliche und nichtöffentliche Zonen eingeteilt und entsprechend umgebaut werden. Kostenpunkt: 220'000 Franken.

Die Alte Mühle erhält für 400'000 Franken eine umfassende Sanierung und wird dann vermietet. Die Sanierung der Stadtbibliothek muss vorbereitet werden, dafür sind Projektierungskosten von 100'000 Franken vorgesehen. Ausserdem will der Stadtrat die Gönhard-Güter ans Fernwärmenetz der Eniwa anschliessen – 424'000 Franken. Ein Fernwärmeanschluss für die Liegenschaft Hammer 20 kostet 120'000 Franken.

Für die Projektierung des «Kiff 2.0» sind 475'000 Franken (nur städtischer Anteil) vorgesehen, für den eigentlichen Bau (2022) dann 2 Millionen Franken. Im Kultur- und Kongresshaus will der Stadtrat für 240'000 Franken die Veranstaltungstechnik erneuern. Das werde «insbesondere für kommerzielle Anlässe wie Tagungen und Kongresse» benötigt. Diese würden «den grössten Ertrag generieren».

Alle Schulen erhalten WLAN

Im Kindergarten Goldern ist laut Stadtrat eine «altersbedingte Gesamtsanierung» nötig, das kostet 1 Millionen Franken. Damit alle Aarauer Schulhäuser WLAN haben (nötig für die Umsetzung des Lehrplans 21), werden 650'000 Franken investiert. Für die Planung von Tagesstrukturen im Gönhard-Quartier brauchts gleich 190'000 Franken. «Das geplante Vorhaben für drei Hortabteilungen an städtebaulich wichtiger Lage (Einfallschneise Entfelderstrasse, historische Parkanlage Gönhardgüter) verlangt nach einem Projektauswahlverfahren, welches die Projektqualität sicherstellt», begründet der Stadtrat die Investition. Für die Entwicklungsplanung Telli Ost will der Stadtrat 400'000 Franken. Ihm schwebt eine Testplanung unter Einbezug der Bevölkerung vor.

Wichtiges Strassenstück wird saniert

Autofahrer müssen sich auf eine Verkehrsstörung gefasst machen: «Der Belag des Kreuzplatzes und des Strassenstücks zwischen Tunneleinfahrt/Kreuzplatz und Kreisel Gais ist in einem schlechten Zustand und muss saniert werden», heisst es im Investitionsbudget Das kostet die Stadt 650'000 Franken. Für die Erneuerung der Bushaltestellen «Kunsthaus» sind 288'000 Franken vorgesehen. Das Bauprojekt «Knoten neue Stockstrasse», das zum grössten Teil auf Küttiger Boden und ein wenig auf Stadtgebiet liegt, soll Aarau nächstes Jahr 221'000 Franken kosten. Allerdings ist das Bauprojekt noch nicht einmal erstinstanzlich bewilligt: Auf Anfrage der AZ heisst es beim Kanton, dass der Regierungsrat voraussichtlich 2020 erst über die Einwendungen entscheide. Insgesamt 1,1 Millionen Franken soll die Neugestaltung der Rohrerstrasse kosten. Die «Lichtkunst» in der Einstein-Passage (Bahnhofunterführung) wird für 135'000 Franken saniert. Licht ist auch am Graben ein Thema: Für 500'000 Franken soll ein neues Beleuchtungskonzept für den öffentlichen Raum erstellt werden. In der Igelweid wird für 220'000 Franken die Pflästerung von der Kasinostrasse bis in die Hintere Vorstadt erneuert. Gemeindestrassensanierungen im Umfang von 1,575 Millionen Franken (inkl. Werkleitungen) sind für die Dufour-, Saxer- und Tannerstrasse sowie den Lerchenweg geplant.

Der Werkhof erhält eine zusätzliche WC-Anlage für 130'000 Franken, einen Elektrowagen und einen Traktor (total 250'000 Franken). Für das sanierungsbedürftige Leichtathletikstadion im Schachen soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Das kostet 100'000 Franken. Nebenan, im Schwimmbad, erhält das Sprungbecken für 200'000 Franken eine neue Folie. In der Altstadt werden für 150'000 Franken zwei neue Unterflur-Abfallsammelstellen eingerichtet. 215'000 Franken kostet eine neue Ausmauerung der Ofenlinie 1 im Krematorium Rosengarten.

Markthalle, Tellistrasse, Obermatte in Folgejahren

Der Investitionsplan zeigt auch, was in den Jahren 2021 bis 2025 (und darüber hinaus) geplant ist. Nicht alles wird definitiv realisiert – aber vieles. Man erfährt zum Beispiel, dass in den nächsten Jahren 400'000 Franken in die Sanierung der Markthalle investiert werden sollen, 300'000 Franken in die Erneuerung des Oberturms und fast 4,8 Millionen in eine Rathaussanierung. Das KuK soll gar für 7,6 Millionen. saniert werden (ab 2024), das Francke-Gut im Gönhard für 4,8 Millionen Die Umgestaltung der Tellistrasse soll ab 2021 angegangen werden (brutto 12,4 Millionen), ebenso die Erneuerung des Hallenbades. Für Projektierung und Realisierung rechnet die Stadt mit einem Kostenanteil von 7,7 Millionen Franken. Die Schulanlage Zelgli muss saniert werden, ebenso das Mehrzweckgebäude samt Auenhalle in Rohr.

Und: Ab 2021 ist Geld für einen Neubau der Tennis- und Basketballhalle Obermatt in Buchs (Beitrag: 2,5 Millionen Franken) vorgesehen, ab frühestens 2025 die Realisierung einer «Sporthalle 3-fach Ergänzung Obermatt» für 6 Millionen Franken.