Ein bisschen trostlos steht es da in Densbüren am Strassenrand, das alte Milchhüsli. Die Fassade hat schon bessere Zeiten gesehen, die Ziegel sind kaputt, und die rostige Aussentreppe ist auch keine Augenweide. Es ist Jahre her, seit hier das letzte Mal Milch angenommen oder in der Metzgerei auf der hinteren Seite mit Fleisch gehandelt wurde.

Doch nun geht etwas. Auf der Gemeindeverwaltung liegt bis 17. Oktober ein Baugesuch zum Milchhüsli auf. Eingereicht hat es Robert Märki aus Frick. Er hat das Hüsli gekauft und «will endlich etwas Schönes daraus machen».

Dach muss erhöht werden

Er plant, im Erdgeschoss einen kleinen Hobby-Lagerraum für sich einzurichten. Im Obergeschoss ist eine 3,5-Zimmer-Mietwohnung mit kleinem Balkon geplant: Minergie, Infrarotheizung und Schwedenofen fürs Gemütliche. «Die sanitären Einrichtungen bestehen bereits», sagt Märki. «Aber das Dach muss um 1,8 Meter angehoben werden, damit man das Geschoss bewohnen kann.» Die hässliche Betonrampe vor dem Hüsli kommt weg, die verrostete Aussentreppe ebenfalls. Neu gibt es rötliche Holzriegel, einen grauen Sockel, beige Fassade. «Das wird das Ortsbild aufwerten», sagt der Bauherr.

Parkplatzproblem gelöst

Das Projekt verfolgt Märki seit Anfang Jahr. Verzögert hat es sich unter anderem wegen der fehlenden Parkplätze. Einen «Pflichtparkplatz» richtet Märki nun ein, indem er das Milchhüsli an der Hinterseite öffnet und eine offene Garage einfügt.

Robert Märki ist überzeugt, nun alle Stolpersteine, denen er auf dem Projektierungsweg begegnet ist, aus dem Weg geräumt zu haben. «Der Gemeinderat steht hinter dem Projekt», betont der Bauherr. Er hofft, dass mit dem Umbau künftig der Platz vor dem Hüsli nicht mehr von Lastwagen belegt wird, die dort gerne einen Zwischenhalt einlegen.