Buchs
«Wir werden unsere Ideen weiterverfolgen, sobald sich die Bevölkerung entschieden hat»

Die Investoren erläutern das Projekt Bärenplatz. Doch es ist wegen eines Referendums gefährdet. Daher haben sie die Planung pausiert.

Urs Helbling
Merken
Drucken
Teilen
Für 17 Millionen Franken möchten die Investoren auf dem Bärenplatz beim Gemeindesaal Buchs (hinten) eine Überbauung realisieren.ueli wild

Für 17 Millionen Franken möchten die Investoren auf dem Bärenplatz beim Gemeindesaal Buchs (hinten) eine Überbauung realisieren.ueli wild

Ueli Wild

Mit 23 Ja- zu 12 Nein-Stimmen hat der Einwohnerrat Buchs letzte Woche dem Landverkauf an die ADAG Liegenschaften AG zugestimmt. Diese will auf dem brachliegenden Areal des abgebrochenen Restaurants Bären ein fünfgeschossiges Gebäude bauen. Für 17 Millionen Franken. Die ADAG gehört zu je 50 Prozent den Investoren Martin Ammann (65, Aarau) und Dennis Demann (30, Oftringen).

Ob sie ihr Projekt realisieren können, ist im Moment fraglich: Ein Referendumskomitee sammelt Unterschriften. Der positive Entscheid des Einwohnerrates soll mittels einer Volksabstimmung umgestossen werden. Die Investoren haben sofort reagiert und die weitere Planung gestoppt. «Wir werden aber unsere Ideen weiterverfolgen, sobald sich die Bevölkerung für das Projekt entschieden hat», erklärt Martin Ammann.

Das Projekt stammt vom renommierten Aarauer Architekturbüro Frei Architekten. Es ist, wie die beiden Investoren betonen, in enger Zusammenarbeit mit den Behörden ausgearbeitet worden. Der Preis des Grundstückes beträgt 2,8 Millionen Franken. «Dieser Betrag stammt von einem neutralen Schätzer, der von der Gemeinde bestimmt worden ist», sagt Ammann.

«Erschwingliche Preise»

Auf den drei obersten Etagen sollen 16 bis 20 Wohnungen (2,5 und 3,5 Zimmer) entstehen. Geplant sind Alterswohnungen für Leute mit kleinen Gebresten. Die Bewohner sollen die Möglichkeit haben, den Wechsel in ein Altersheim möglichst lange hinauszuzögern. Zu Kosten, die tiefer sind als im Heim. «Wir haben ein Interesse, die Wohnungen zu erschwinglichen Preisen anzubieten», erklärt Ammann.

Wie die Betreuung der Bewohner genau organisiert wird, ist noch nicht entschieden. Angedacht ist der Einbau von drei Kleinwohnungen (1 und 1,5 Zimmer), in denen allfälliges Pflegepersonal untergebracht würde. Und zur Diskussion steht die Einrichtung eines sogenannten Spitalzimmers. Sicher wird es einen übergrossen Lift geben, der nicht nur das Zügeln erleichtert, sondern im Notfall auch den Patienten-Transport ins nahe Spital.

14 Aussenparkplätze

Was ins erste Obergeschoss kommt, ist offen. «Dieses halten wir für Bedürfnisse der Gemeinde frei», versichert Dennis Demann. Der Einwohnerrat hat dafür gesorgt, dass die Einrichtung der Dorfbibliothek ein Thema bleibt. Für das Parterre ist der Einbau eines Restaurants angedacht.

Die Investoren haben zur Bedingung gemacht, dass sie zusätzlich zum Parkhaus 14 ebenerdige Aussenparkplätze bauen dürfen. Diese sollen den Kunden zur Verfügung stehen, die im Gebäude schnell etwas erledigen wollen.

Der Gemeinde wurde vertraglich zugesichert, dass sie den ganzen Platz, also auch die 14 Parkplätze, an sieben Tagen des Jahres nutzen kann. «Unser Ziel ist es, eine Begegnungsstätte für die Bevölkerung zu schaffen. Dies im Sinne einer Piazza», sagt Demann.