Aarau

«Wir sind überwältigt» – Die 25-Jahr-Feier im KiFF sprengte alles

Rund 6000 Gäste feierten am Wochenende mit dem KiFF – mehr als doppelt so viele wie gedacht. Nach zwei strahlend schönen Festivaltagen brach der Regen los. Der ausgelassenen Stimmung in der Kulturfabrik tat dies aber kein Abbruch.

Kurz vor Mitternacht brechen die Dämme. Der Himmel heult, der Regen prasselt auf die Zeltplanen, die Wellblechdächer, in die Bierbecher. Doch die Gesichter glühen, strahlen. Was ist schon das Bisschen Regen nach zwei sonnigen Festivaltagen, was kann das dieser aussergewöhnlichen Stimmung schon anhaben. Auf der Aussenbühne hauen The Inglorious 20 dem Wettergott die Gitarrenriffs um die Ohren, und das Publikum springt, hüpft, wogt. Drinnen im Trockenen tobt die Masse nach Nemo und Manillio zu Stargast Prinz Pi, die Konzerte sind längst ausverkauft. Man ist sich einig: Das KiFF-Jubiläumsfest zum 25-Jährigen sprengt alles, es ist grossartig. Wer nicht hier ist, der verpasst etwas.

Und dann ist es auch schon wieder vorbei. Es ist Sonntagmittag und es regnet schon wieder. Die Festbesucher tun gut daran, im Bett zu bleiben, doch auf dem KiFF-Gelände läuft das grosse Aufräumen. Katerstimmung herrscht hier nicht, das Hochgefühl der letzten beiden Tage hallt nach, noch ist die Welt etwas verrückt. «Es war ein Fest der Generationen, es waren so viele glückliche Menschen auf dem Areal», sagt Co-Geschäftsleiter Oliver Dredge. Das zeigen auch die Besucherzahlen: «Wir wurden vom Ansturm völlig überrascht», sagt Pressesprecherin Nadia Zanchi. «Wir haben pro Tag rund 3000 Besucher gezählt – doppelt so viele wie erwartet.» Und das alles ohne einen einzigen Zwischenfall. «Es war eine unglaublich schöne, friedliche Stimmung. Wir sind überwältigt und erleichtert», sagt Zanchi.

Jedes Jahr ein KiFF-Fest?

Für die Crew haben die vielen Besucher vor allem eins bedeutet: rennen. «Wir hatten kurzzeitig Engpässe beim Getränkenachschub», sagt Zanchi. Aber alles habe rechtzeitig wieder beschafft werden können, kein Besucher habe dürsten müssen. «Leute aus dem Publikum haben sogar mitangepackt und unseren Aktivisten geholfen.» Sie hätten viele positive Rückmeldungen bekommen, sagt Zanchi. Auch auf die Meldung, dass der Mietvertrag für das KiFF bis 2020 verlängert wurde und ein Neubau als Ersatz im Raum steht. Noch viel mehr habe aber alle Besucher die Frage beschäftigt, ob das KiFF nicht jedes Jahr ein solches Fest stemmen könnte. Zanchi lacht. «Fragt uns das in drei Wochen noch einmal. Darüber müssen wir erst einmal schlafen – oder überhaupt wieder einmal schlafen.»

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