Schönenwerd
«Wir sind mehr als nur eine Tagesstätte»

Das Familienzentrum Mosaik in Schönenwerd muss nach drei Jahren auf Sponsorensuche gehen, weil nach dieser Frist keine Fördergelder vom Bund mehr fliessen.

Beat Wyttenbach
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Bei Praktikantin Vani Kölliker fühlen sich die Kleinen sichtlich wohl.

Bei Praktikantin Vani Kölliker fühlen sich die Kleinen sichtlich wohl.

Bruno Kissling

Die Namensidee entstand während eines intensiven Arbeitstages: Mosaik. Ein Wort, das für Vielfalt steht. Und vielfältig, so sollte das Familienzentrum auch werden. «Wir wollten nicht einfach nur eine Kindertagesstätte sein, sondern auch Kurse für Eltern anbieten und Anlaufstelle für die Eltern aus dem Dorf sein», sagt Aktuarin Gabi Brüschweiler.

Gut drei Jahre ist es nun her, seit die Mitglieder des Elternforums Schönenwerd die Ärmel hochkrempelten, ein Betriebskonzept auf die Beine stellten und innert nur drei Monaten die Liegenschaft an der Oltnerstrasse in Eigenregie renovierten. Am 1. März 2011 feierte das Familienzentrum Eröffnung.

Waldspielgruppe wird ausgebaut

Seither hat sich einiges verändert, die gewünschte Vielfalt ist erreicht: Zur Kita, dem Mittagstisch sowie der Mütter- und Väterberatung kamen die Zusammenarbeit mit der Stiftung Arkadis und der Offenen Jugendarbeit im unteren Niederamt sowie der Eltern-Kind-Treff hinzu.

Auch ein Mittwochnachmittagsprogramm wurde später zusammen mit dem Elternforum und dem Kulturpunkt auf die Beine gestellt. Die Waldspielgruppe wird ab Mai wieder an zwei Vormittagen angeboten. Momentan läuft einfach eine Gruppe am Freitagmorgen; dies sei das jüngste Angebot. Und ganz neu fänden auch Treffen im Altersheim statt, wo sich die Generationen begegnen können. «Aber dieses Projekt ist erst im Aufbau», sagt Kita-Leiterin Selina Butscher.

Bund stellt Förderbeiträge ein

Mittlerweile werden zwischen 40 und 50 Kinder im «Mosaik» betreut. Gestartet ist man lediglich mit fünf bis sechs. «Wir haben mit viel Engagement begonnen, vielleicht etwas zu enthusiastisch», sagt Präsidentin Käthi Walde. Doch nun habe sich das Zentrum auch dank der wohlwollenden Haltung der Gemeinde und des Kantons etabliert.

Doch wohin bewegt sich das Familienzentrum nun? «Nach der Frist von drei Jahren können wir keine Fördergelder seitens des Bundes mehr beziehen. Wir sind auf externe Fördermitglieder angewiesen. Mit verschiedenen Sponsoring-Ideen sind wir auf der Suche nach neuen Partnern», sagt Präsidentin Walde. Um das dreijährige Bestehen zu feiern und die Institution noch etwas bekannter zu machen, ist am Samstag, 1. März, ein Tag der offenen Tür geplant.