Gränichen

«Wir haben lieber rote Nasen als rote Zahlen»

Präsident Markus Würth mit Narrenkappe und roter Nase. Foto: sim

Präsident Markus Würth mit Narrenkappe und roter Nase. Foto: sim

Die neunte Generalversammlung des Vereins Schloss Liebegg ging über die Bühne. Das Ziel, das Schloss Liebegg über die Landesgrenzen bekannter zu machen, wurde erreicht.

«Wir ziehen vor ihnen unseren Hut, wie das früher die Ritter vor dem Schlossherrn taten, um sie zur GV herzlich zu begrüssen.» So hiess Magnus Würth, Präsident des Vereins Schloss Liebegg, die Mitglieder im Namen des Vorstands, der rote Nasen trug, in der Schloss-Schüür auf der Liebegg in Gränichen willkommen. Der «Schmuzigä Donnschtig» schlug sich in der neunten Generalversammlung sichtbar nieder.

«Unsere Bilanz über die Geschehnisse rund um das Schloss Liebegg darf sich wieder sehen lassen. Ganz nach dem Motto ‹Lieber eine rote Nase als rote Zahlen», sagte Würth, der einen Rückblick auf das ereignisreiche Jahr 2010 gab, mit einem Schmunzeln. Er hob das Mittelalterfest hervor, das rund 10000 Personen auf die Liebegg lockte. «Das Ziel, das Schloss über die Landesgrenzen bekannter zu machen, wurde erreicht», meinte Würth, der sich auch erfreut über das kleine Defizit von 613 Franken freute. Der Vereinsvorstand hat das Fest analysiert. Es wird abgeklärt, ob das Mittelalterfest fortgesetzt wird. «Sicher nicht vor 2013, denn das Jubiläumsfest 2012 wollen wir mit anderen Überraschungen feiern.»

Markus Merz präsentierte die Betriebsrechnung des Schlosses. «Wir hatten einige Sonderfälle, die sich auf das Ergebnis niederschlugen», betonte Merz. «Mit einem Defizit von 9500 Franken haben wir uns aber keine blutige Nase geholt, es ist ein gutes Ergebnis. Und die Zahlen für 2011 sind mit 70 Prozent Zusicherungen für Raummieten vielversprechend.»

Positives konnte Kassier Hans Hotz auch von der Jahresrechnung berichten. 2010 musste der Verein zwar erstmals ein kleines Defizit von rund 5000 Franken hinnehmen, aber das war auch so budgetiert. Für das kleine Defizit sorgte vor allem das Mittelalterfest. «Die übrigen von uns in Eigenregie organisierten Anlässe weisen per Saldo alle einen Überschuss aus», so Hotz. Das Vereinsvermögen beträgt 88631 Franken. Das Budget 2011 rechnet mit einem Ertrag von 40700 und einem Aufwand von 46000 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 5300 Franken. «Wir hoffen aber auf einen Ertragsüberschuss», so Hans Hotz.

Magnus Würth gab einen Ausblick auf die Aktivitäten 2011. Neben den traditionellen Anlässen findet im Luternauhaus des Schlosses am 25. März erstmals ein Preisjassen statt. Auch das Jahr 2012 war ein Thema: «2012 haben wir das 10-Jährige. Eine Arbeitsgruppe ist am Vorbereiten, das wird etwas Tolles, ein Paukenschlag», versprach Würth.

Regierungsrat Roland Brogli, Ritter von Liebegg, überbrachte Grüsse im Bezug zur Fasnacht. «Fasnacht ist ein verbindendes Element in unserer Gesellschaft – das gefällt mir. Fasnachtsgesellschaften tragen wie wir Politiker wichtige politische Themen an die Öffentlichkeit. Vielleicht wäre es gut, wenn wir Politiker uns eine Scheibe Witz und Ironie bei den Fasnachtsgesellschaften abschneiden würden», schmunzelte Brogli. «Ich bin sicher, dass sie mich mit der Narrenkappe in guter Erinnerung behalten werden – auch bei den kommenden politischen Themen.»

Nach der speditiv durchgeführten GV lud Magnus Würth zum gemütlichen Ausklang mit einem fasnächtlichen Imbiss.

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