Aarau

«Wir brechen nicht auf Vorrat ab»: Unklarheit über Zukunft von Nachbarhaus von Asylunterkunft

Bevor die Bagger für die Neubauten auf Baufeld 8 auffahren können, muss Haus Nummer 20 weichen.

Bevor die Bagger für die Neubauten auf Baufeld 8 auffahren können, muss Haus Nummer 20 weichen.

Die Asylunterkunft in der Aarenau muss für die Neubauten auf Baufeld 8 weichen. Das Nachbarhaus bleibt vorerst stehen.

Gegen das Baugesuch für die Wohnüberbauung auf Baufeld 8 in der Aarenau sind innert Auflagefrist keine Einwendungen eingegangen. Das sagt Margrit Röthlisberger im Namen der Grundeigentümerin, der Ortsbürgergemeinde Aarau. Diese hat das Areal im Baurechtsvertrag an die Fortimo Invest AG abgegeben.

Die Firma mit Sitz in St. Gallen will auf der Parzelle im hintersten Zipfel des Scheibenschachens eine Überbauung mit 39 Wohnungen und einer Tiefgarage (AZ vom 8. 8.) bauen. Damit steht der Realisierung des Projekts nun nichts mehr im Weg. Bevor die Baugrube ausgehoben werden kann, muss ein Haus weichen: Pappelweg Nummer 20, das mit einer Ecke auf Baufeld 8 steht.

Im Mehrfamilienhaus mit vier Wohnungen sind seit Ende April Asylsuchende untergebracht. Die vier Familien müssen nun umquartiert werden. «Die Unterkunft ist von den Ortsbürgern nur temporär an den Kanton vermietet worden», sagt Röthlisberger. Schon damals sei klar gewesen, dass die Zwischennutzung nur bis zum Abbruchtermin im Herbst 2017 besteht.

Wann genau das Haus abgerissen wird, ist noch unklar. «Wir werden nun das Abbruchgesuch einreichen», so Röthlisberger. Die Fortimo Invest AG ihrerseits will mit dem Bau 2018 beginnen, der Bezugstermin dürfte auf Ende 2019/Anfang 2020 fallen.

Vorläufig stehen bleiben wird hingegen das Nachbargebäude auf Baufeld 6, Haus Nummer 18. «Solange nicht klar ist, wann auf Baufeld 6 etwas passiert, brechen wir die Liegenschaft nicht auf Vorrat ab», sagt Röthlisberger.

Meistgesehen

Artboard 1