Suhr/Gränichen

Wildtierbrücke nimmt Form an: Überführung bei A1 soll Ende Oktober fertiggestellt werden

Anfang Jahr wurde mit Vorbereitungsarbeiten begonnen, gebaut wird seit März. Die Brücke soll Mitte Oktober fertig sein.

Anfang Jahr wurde mit Vorbereitungsarbeiten begonnen, gebaut wird seit März. Die Brücke soll Mitte Oktober fertig sein.

Seit Anfang Jahr wird die Wildtierüberführung gebaut, nun ist Halbzeit. Für 13,9 Millionen Franken wird die Brücke die A1 bei Suhr und Gränichen dereinst überspannen. Geht alles nach Plan, starten im Oktober die Fertigstellungsarbeiten.

Zehntausende Fahrzeuge auf der Autobahn A1 passieren täglich die Baustelle: Seit Anfang Jahr wird im Gebiet Rynetel zwischen Suhr und Gränichen eine Wildtierüberführung gebaut. Sie soll eine Lücke im vom Bundesamt für Umwelt definierten Wildtierkorridor schliessen. Nun ist Halbzeit – und das Werk nimmt langsam Form an.

Fast 14 Millionen kostet die Brücke. Sie besteht aus zwei Bogenträgern aus Holz mit einer Spannweite von je rund 17 Meter. Oben auf der Brücke steht den Tieren am Schluss eine nutzbare Breite von 50 Metern zur Verfügung. Diese Dimensionen sind im Baustellenbereich nun schon sehr gut sichtbar.
«Die beiden Aussenwände sind fertiggestellt», sagt Esther Widmer, Mediensprecherin des Bundesamts für Strassen (Astra).

«Von der Mittelwand sind bereits die Bohrpfahlfundationen erstellt. Jetzt wird das Pfahlbankett geschalt und betoniert. Danach wird die Wand geschalt und betoniert, die Baugrube verfüllt und wieder Belag eingebracht.» Dies dauere bis Ende August.

Iltis, Feldhasen und Rehe unterwegs

Anschliessend werden bis Ende September unter anderem die Holzträger montiert. Das bedingt, dass während der Nacht eine Fahrbahn gesperrt wird. Ausnahmsweise herrscht dann auf der verbliebenen Fahrbahn Gegenverkehr.

Geht weiterhin alles nach Plan, werden im Oktober die Fertigstellungsarbeiten umgesetzt und das Bauwerk einer letzten Prüfung unterzogen. Danach können die Wildtiere den neuen Übergang ungestört nutzen. Ob das geschieht, wird mittels eines Monitorings geprüft werden.

Die Brücke wird mit Erde bedeckt und bepflanzt, ausserdem entstehen kleine Tümpel, Gräben und Steinhaufen auf ihrer Oberseite. Das soll es den Tieren einfacher machen, von einer Seite zur anderen zu gelangen. Iltis, Hermelin, Mauswiesel, Baummarder, Feldhasen, Rehe und Wildschweine sollen zur primären Nutzerschaft zählen.

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