Der Förderverein "Eine Heimat für die Austria" schreibt auf seiner Webseite von einer „Spende in sensationeller Höhe aus der Schweiz". Unter Führung der Amigos Aarau habe die Szene Aarau „unglaubliche 1611,05 Euro" für das Stadionprojekt in Salzburg gesammelt. Die Szene Aarau, die Dachorganisation der FC-Aarau-Ultras, teilte die Mitteilung auf ihren Facebook-Seiten.

Die Amigos Aarau verbindet seit Jahren eine Freundschaft mit dem Austria-Fanclub Lunatics, wie ein ungenannter Vertreter der Szene Aarau in einem Interview erklärt. Die Aktion gehe zurück auf die Übernahme durch Red Bull und den Entscheid, den Verein neu zu gründen und die Amateure zu unterstützen. Auch andere Aargauer Ultra-Gruppierungen wie die Ferox Aarau hätten in ihren eigenen Reihen für das Stadionprojekt Geld gesammelt.

Schliesslich sei an einem Auswärtsspiel in Zürich innerhalb der Kurve gesammelt worden. Die Fans konnten ihre Depotbecher mit einem Pfandwert von zwei Franken in eine Kiste werfen. Der Gesamterlös über 400 Euro für etwa 250 Becher habe sie selbst auch positiv überrascht.

Neue Tribüne geplant

Der Förderverein "Eine Heimat für die Austria" sammelt seit Mitte 2010 für eine Sportstätte, die für den Profi-Fussball taugt. Aus dem Fonds wurden bisher Projekte wie die Flutlichtanlage am Kunstrasen und der Ankauf von WC-Containern unterstützt. Mit einer neuen Hintertor-Tribüne für den violetten Fanblock will der Verein jetzt die Infrastruktur der Austria Salzburg weiter fördern.

Zwischen Hauptfeld und Kunstrasen soll eine überdachte Tribüne mit 444 Sitzplätzen aus Betonfertigteilen entstehen. Ein Bautermin steht derzeit noch nicht fest – erst soll die Finanzierung gesichert werden.

Dabei soll ein möglichst hoher Anteil der Kosten von rund 500'000 Euro durch Spenden aufgebracht werden. Aktuell befinden sich etwa 67'000 Euro im dafür eingerichteten Stadionfonds. (stg)