Aarau

Wie viel spart man wirklich beim Maienzug-Bankett?

Die Einladung zum Maienzug-Bankett ist eine Ehre, die Gästelistenbearbeitung braucht Fingerspitzengefühl.

Die Einladung zum Maienzug-Bankett ist eine Ehre, die Gästelistenbearbeitung braucht Fingerspitzengefühl.

Auch beim Maienzug-Bankett hat der Stadtrat den berüchtigten Stabilo-Rotstift angesetzt. Heuer sollen weniger Menus spendiert werden. Noch ist offen, wie viel das bringt.

Dass die Stadt Aarau sparen muss, war klar. Bereits im Juni 2015 hatte der Einwohnerrat beschlossen, dass höchstens noch 2000 Personen von der Stadt zum Maienzug-Bankett eingeladen werden.

Dennoch war Unmut spürbar, als im März bekannt wurde, wen der Stadtrat schliesslich ausgeladen hatte – unter anderem rund 300 Rentnerinnen und Rentner sowie die IBA-Mitarbeiter. Man habe es sich nicht einfach gemacht, sagte Stadträtin Regina Jäggi damals. Der Stadtrat sei die Gästeliste mehrmals durchgegangen, schliesslich habe man etwa 1000 Namen gestrichen. «Zwei, drei Reaktionen» habe das schon ausgelöst, gibt Regina Jäggi zu, aber viele seien es nicht gewesen.

In der Stadt munkelte man in den letzten Monaten, diese Sparübung bringe nichts – die meisten der ausgeladenen Personen seien ohnehin nie ans Bankett gekommen, hätten die Stadt also auch nie etwas gekostet. Am Ende würden dieses Jahr gleich viele Gratis-Bankettesser kommen wie immer, der Spareffekt sei minimal. «Das stimmt nicht», betont Jäggi. Es sei zwar anzunehmen, dass nicht alle der 1000 Gestrichenen jeweils am Bankett teilgenommen haben, aber ein Grossteil von ihnen werde dem Angebot wohl früher gefolgt sein – diese Ausgaben könne man nun sparen.

Wie viele Gratis-Bankettessen dieses Jahr tatsächlich ausgegeben werden, ist noch nicht abzuschätzen. Die Anmeldefrist läuft noch.

Klar ist hingegen, was auf den Teller kommt: Nach der gelungenen Premiere des Coleslaw Salad letztes Jahr wird er dieses Jahr wieder aufgetischt. Das Schweinsgeschnetzelte mit Champig-nons und die Panna Cotta zum Dessert sind bereits Tradition.

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