Hilfsangebote

Wie sich die Stadt Aarau in Coronazeiten engagiert

Ein Zettel weisst auf ein geschlossenes Bekleidungsgeschaeft im Bahnhof Aarau hin

Ein Zettel weisst auf ein geschlossenes Bekleidungsgeschaeft im Bahnhof Aarau hin

Aarau hat nach Ausbruch der Coronakrise nicht nur sofort alle Rechnungen bezahlt und das Mahnwesen gestoppt, sondern als erste und bisher einzige Aargauer Stadt auch 1,5 Millionen Franken für zinslose Darlehen bereitgestellt. Bis am Montagabend gab es bereits über 30 Auszahlungen im Gesamtumfang von rund 400'000 Franken. Profitiert haben laut Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker kleine Läden, etwa im Kleiderbereich, Coiffeure, kleine Restaurants, aber auch Physiotherapie-Praxen. Alles Selbständigerwerbende mit Sitz in Aarau, keine Filialbetriebe. Ausbezahlt werden maximal 15'000 Franken. Die Stadt hat zudem all den Läden und Restaurants, die bei ihr eingemietet sind, die Mieten der Monate März und April gestundet.

Rund 200 Angestellte der Stadt arbeiten im Home-Office. Bisher habe es in der Verwaltung keine Coronafälle gegeben, sagt Hilfiker. Grundsätzlich hat sich laut dem Stadtpräsidenten der Digitalisierungsschub der letzten zwei Jahre bewährt. Und diese Anstrengungen werden weitergeführt: Gestern gab die Stadt bekannt, dass ab sofort alle Baugesuchs-Dokumente neu auf der städtischen Homepage einsehbar sind. Die bisherige Auflage im Stadtbüro bleibt aber bestehen.

Die Stadt unterstützt zudem die Koordination der Hilfsangebote. Sie hat die Hotline «Aufruf 65+» lanciert. Es gebe täglich etwa ein Dutzend Anrufe, berichtete Hilfiker. Besonders wichtig ist ihm die Dienstleitung des «Voilà»-Teams, das einen Einkaufsservice für ältere Menschen auf die Beine gestellt hat. Dafür musste mit Migros und Coop ein Agreement zur Bezahlung über Rechnung gefunden werden. (uhg)

Meistgesehen

Artboard 1