Aarau
Wie ein Flop bei der neuen Aarebeiz verhindert wird

Die Vergabe der zweiten Sommerbeiz an der Aare (westlich des «Summertime») hat in der Gastroszene viel zu diskutieren gegeben. Nun schafft der Stadtrat Klarheit.

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Visualisierungen des neuen Aarauer Aareuferrestaurants.

Visualisierungen des neuen Aarauer Aareuferrestaurants.

Zvg

Die Vergabe der zweiten Sommerbeiz an der Aare (westlich des «Summertime») hat in der Gastroszene viel zu diskutieren gegeben. Weil es zwei Ausschreibeverfahren gab, und weil mit der Greenwich Gastro GmbH («Lockentopf») ein junges Unternehmen den Zuschlag erhalten hat, dem viele nicht zutrauen, die grosse Investition finanziell stemmen zu können.

Jetzt hat der Aarauer Stadtrat eine Anfrage von SVP-Einwohnerrat Max Suter beantwortet – und damit Klarheit geschaffen. Er zeigt insbesondere auch auf, was passieren würde, falls dem «Lockentopf»-Team vor der Realisierung der finanzielle Schnauf ausgehen würde.

Zu den finanziellen Voraussetzungen, die die Bewerber erfüllen mussten, schreibt der Stadtrat: «Die Bewerber mussten mit der Eingabe ihrer Bewerbung aufzeigen, wie sie ihre Investitionen finanzieren (Ei-genkapital und Fremdkapital). Die Obsiegenden mussten zudem die Eigenmittel und die Fremdkapitalfinanzierung schriftlich belegen.»

Der Zweitplatzierte könnte nachrutschen

Die Finanzierung sei also geprüft worden. «Sollte dennoch bei der weiteren Bearbeitung des Projektes dieses aus finanziellen oder anderen Gründen nicht realisiert werden können, so würde der Stadtrat das Gespräch mit den Nächstplatzierten suchen. Eine Neuausschreibung ist nicht vorgesehen», schreibt der Stadtrat in der Antwort auf den parlamentarischen Vorstoss.

Bei der ersten Ausschreibungsrunde hatte sich nur ein Bewerber gemeldet. Wegen Corona und weil einzelne Interessenten mehr Bearbeitungszeit gewünscht hatten, verlängerte der Stadtrat die Eingabefrist. Mit dem Resultat, dass es dann elf Bewerbungen waren.

Spielte bei der Vergabe das Kriterium Wohnsitz und Steuerabgabe in Aarau eine Rolle? «Nein», schreibt der Stadtrat. «Die Regionalität der Produkte war jedoch ein Kriterium.» (uhg)