Kommentar
Wer Nein sagen will, soll es jetzt tun

Die ersten Abstimmungen zum Projekt «Gross-Aarau» stehen schon fast vor der Tür.

Urs Helbling
Urs Helbling
Merken
Drucken
Teilen
Im Projekt «Zukunftsraum Aarau» hat nun die Stunde der Bevölkerung geschlagen.

Im Projekt «Zukunftsraum Aarau» hat nun die Stunde der Bevölkerung geschlagen.

Pascal Meier

Den Initianten des «Zukunftsraum Aarau» wird man nie vorwerfen können, sie hätten das Volk nicht frühzeitig miteinbezogen. Im November werden vier Gemeindeversammlungen und ein Einwohnerrat darüber befinden können, ob ihre Gemeinden weiter flirten sollen. Ob der Prozess, der dereinst – angestrebt wird das Jahr 2020 – in einer Ehe enden soll, weitergeführt werden soll.

Das Anbandeln der fünf Gemeinden ist nicht billig. Aarau wird rund eine halbe Million Franken in die Fusionsvorbereitungen investieren müssen. Densbüren, das Dorf, das wohl am meisten profitieren könnte, nur etwa 20 000 Franken.

Lohnt sich der Aufwand? Ja, wenn nicht am Volk vorbei geplant wird. Wenn es nicht am Schluss einen totalen Scherbenhaufen gibt, bei dem letztlich alle Beteiligten Verlierer wären– wie das so oft bei Fusionsprojekten von Gemeinden der Fall ist.

Es ist darum gut, dass die Bevölkerung schon im November in Pflicht genommen wird. Dass die Stimmbürger für sich entscheiden müssen, ob sie das Fusionsvorhaben wagen wollen. Oder ob sie die Behörden zurückpfeifen möchten – auf die Gefahr hin, eine grosse Chance zu verpassen.