Aarau

Weniger Leute nachts, dafür mehr tagsüber

Die Öffnungszeiten in der Altstadt Aarau sollen in der Nacht beschränkt, die Tagesnutzung hingegen soll durch einen verbesserten Nutzungsmix im Detailhandel gestärkt werden.

Altstadt aarau in Abendstimmung

Die Öffnungszeiten in der Altstadt Aarau sollen in der Nacht beschränkt, die Tagesnutzung hingegen soll durch einen verbesserten Nutzungsmix im Detailhandel gestärkt werden.

Geht es nach dem Stadtrat, soll die Altstadt weniger für Partys genutzt werden – Clubs sollen neue Standorte suchen. Mit dem Planungsinstrument «Konzeption Altstadt» legt der Stadtrat nun die Grundlage für erste Massnahmen.

An der sogenannten Ergebniskonferenz vom März 2012 ist deutlich geworden, welchen Weg die Aarauer Altstadtentwicklung nehmen soll. Mit dem Planungsinstrument «Konzeption Altstadt» legt der Stadtrat nun die Grundlage für erste Massnahmen. Im Rathaus hat man sich in letzter Zeit intensiv mit dem weiteren Vorgehen der Altstadtentwicklung auseinandergesetzt, wie aus einer aktuellen Mitteilung aus dem Rathaus hervorgeht.

Vor den Sommerferien hat der Stadtrat über die in der Entwicklungskonferenz vom Mai 2011 und der dazugehörigen Ergebniskonferenz eingebrachten Massnahmen beraten. Wie die Verwaltung mitteilt, seien Vizeammann Carlo Mettauer, Hausbesitzer und Vermieter an der Kronengasse, sowie Stadtrat Michael Ganz, Inhaber des Boiler-Clubs, bei dieser Sitzung in den Ausstand getreten.

Lärmstreit in Aarauer Innenstadt

Altstadt Aarau

Die Konzeption Altstadt basiert auf dem in der Ergebniskonferenz vom 6. März breit abgestützten Szenario «Das Herzstück der Stadt». Dazu wird die vom Stadtrat eingesetzte Resonanzgruppe – Anwohner, Liegenschaftsbesitzer sowie gewerbliche und kulturelle Nutzer – miteinbezogen. Die «Konzeption Altstadt» sei ein «weiches Planungsinstrument», schreibt der Stadtrat, welches aus vier Elementen bestehen soll.

Erwünschte Altstadtentwicklung: Die Altstadt soll weniger für Events und Partys genutzt werden. Diese sollen an andere Orte verlegt werden. Die bestehenden Nutzer sollen ihre Emissionen reduzieren. Ausserdem sollen die Öffnungszeiten in der Nacht beschränkt, die Tagesnutzung hingegen soll durch einen verbesserten Nutzungsmix im Detailhandel gestärkt werden. Somit sollen sich in der Altstadt künftig mehr Personen tagsüber, aber weniger in der Nacht aufhalten.

Koordinationsplan: In diesem soll die verbindlichen Regelung unter anderem für die Boulevardnutzung und die Öffnungszeiten von Strassenrestaurants und Bars festgehalten werden.

Transparenz: Der Stadtrat will eine Übersicht der gesetzlichen Grundlagen und der Verfahren schaffen.

Internet: Im Herbst wird die neu besetzte Wirtschaftsfachstelle mit der Konzeption einer kundenfreundlichen, webbasierten Plattform Altstadt starten.

In einem nächsten Schritt sollen nun der Koordinationsplan und die Schemen zu den Verfahrensabläufen erstellt werden. Schwerpunkte dabei sind, im Rahmen der Revision der allgemeinen Nutzungsplanung dem Schutz des Wohnens Rechnung zu tragen, eine räumliche Differenzierung der Lärm-Empfindlichkeitsstufen zu prüfen sowie alternative Standorte für die lärmintensive Clubszene vorzuschlagen. (az)

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