Lernen
Weniger Chefs in der Schule: Wie sich die Kreisschule Aarau-Buchs reorganisieren wird

Die Geschäftsleitung wird halbiert. Das sorgte für Erstaunen. Jetzt hat sich die Schule dazu geäussert.

Nadja Rohner
Merken
Drucken
Teilen
Die Kreisschule Aarau-Buchs geht neue Wege.

Die Kreisschule Aarau-Buchs geht neue Wege.

EMANUEL PER FREUDIGER

Die Kreisschulpflege Aarau-­Buchs hatte Anfang Woche mit ihrer Mitteilung zur Halbierung der Schul-Geschäftsleitung von sechs auf drei Personen per Mitte Februar 2021 für Erstaunen gesorgt (AZ vom 23.9.). Auch, weil sie Details erst in der Kreisschulratssitzung vom Donnerstagabend bekannt geben wollte. Kreisschulpfleger Marcel Bögli erläuterte dort nun die Reorganisation, die bisher 50000 Franken für den Beizug eines externen Organisationsberatungsunternehmens gekostet hat.

Heute besteht die Geschäftsleitung der Kreisschule Aarau-Buchs aus dem Geschäftsleiter, der Leiterin Dienste, dem Leiter Infrastruktur, der Leiterin Schulentwicklung sowie zwei Schulleiter, die mit einem 10-Prozent-Pensum noch Teil der Geschäftsleitung sind. Diese beiden werden aus der Geschäftsleitung ausscheiden, bleiben aber Schulleiter.

Ihre Pensenanteile werden mit dem Pensum der Leitung Schulentwicklung zur neuen «Leitung Schule» zusammengefasst, die damit fast zum Vollzeitjob wird. Gleichzeitig wird der Leiter Infrastruktur aus der Geschäftsleitung genommen. Unter dem Strich verbleiben dann nicht mehr sechs Mitglieder der Geschäftsleitung, sondern nur noch drei (Geschäftsleiter, Leitung Betrieb, Leitung Schule). Wie Schulpfleger Marcel Bögli an der Kreisschulratssitzung ausführte, seien mit allen Beteiligten Gespräche geführt worden. Die Reorganisation geniesse bei den Betroffenen eine hohe Akzeptanz. Auch, weil der Prozess seit Januar lief und partizipativ aufgebaut war.

Mit der Reorganisation sollen Prozesse vereinfacht, Entscheidungswege verkürzt und die Identität der Schule als Ganzes gestärkt werden. «Die Geschäftsleitung ist somit bereit für zukünftige Veränderungen und Herausforderungen», heisst es von Seiten der Schulpflege. Auf das Budget hat die Reorganisation keinen Einfluss, weil die Stellenprozente nur verschoben werden.

Bruttoaufwand pro Schüler nimmt ab

Der Kreisschulrat bewilligte an seiner Sitzung auch das Budget 2021 mit einem Bruttoaufwand von 19,25 Mio. Franken. Er ist deutlich niedriger als auch schon, weil die Besoldungsanteile der Lehrpersonen neu direkt vom Kanton den Wohngemeinden verrechnet werden. Der Bruttoaufwand für den Schulbetrieb (ohne Besoldungsanteile, Miete und Unterhalt Liegenschaften Oberstufe) nimmt gegenüber 2020 um 107 Franken pro Schüler ab.