Earth Hour 2012

Weltweit grösste Umweltaktion: Aarau gibt sich einen grünen Anstrich

Erstmals beteiligt sich Aarau an der Earth Hour, der weltweit grössten Umweltaktion: Am 31. März um 20.30 Uhr wird in Tausenden von Städten auf der ganzen Welt die Beleuchtung der jeweiligen Wahrzeichen für eine Stunde ausgeschaltet.

Am 31. März um 20.30 Uhr geht in Tausenden von Städten für eine Stunde das Licht aus – als Zeichen für die Notwendigkeit, mehr für den Klimaschutz zu tun.

Auch in Aarau wird die Beleuchtung der wichtigsten städtischen Wahrzeichen gelöscht. Davon betroffen sind der Obertorturm, die Stadtkirche, das Stadtmuseum Schlössli sowie das IBAarau-Kraftwerk.

Die Earth Hour ist für Aarau ein Schritt auf Neuland. Durch den grossen Erfolg der Aktion in den Schweizer Städten, die sich im letzten Jahr beteiligten, ist die Teilnahme 2012 die logische Konsequenz.

Als Energiestadt setzt sich Aarau für mehr Energieeffizienz, erneuerbare Energien und nachhaltige Mobilitätsformen ein und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Das offizielle internationale Promo-Video der WWF für die Earth Hour 2012

Das offizielle internationale Promotionsvideo der WWF für die Earth Hour 2012

«Die Aktion und der Gedanke dahinter haben uns imponiert, weshalb wir beschlossen haben, ein Zeichen zu setzen», sagte Stadträdtin Jolanda Urech gegenüber der az.

Die Stadt Aarau soll bei der Klimapolitik eine entscheidene Rolle spielen. Die Aktion soll die Aarauer dazu bewegen, sich in Zukunft mehr Gedanken zum Umweltschutz zu machen. «Auch wenn aus der Aktion kein direkter Nutzen entsteht, werden sich so mehr Bürger der Thematik bewusst», so Urech.

Die erste Earth Hour haben die Stadt Sidney und der WWF Australien erstmals 2007 organisiert. Seither hat die Aktion die ganze Welt erobert. Weltweit über 5000 Städte haben sich letztes Jahr beteiligt. Die Earth Hour 2012 dürfte diese Zahl noch übertreffen.

Auch immer wieder Kritik

Trotz der guten Absichten wurde vor allem aus der Forschung und der Wirtschaft immer wieder Kritik laut. Gemäss der deutschen Tageszeitung «Welt» könne nämlich eine zu grosse Beteiligung an der Aktion zu Abschaltungen im Stromnetz und damit zu einem grossflächigen Stromausfall führen.

Die Aktion war auch in der Umweltschutzbewegung aufgrund ihrer reinen Symbolwirkung umstritten, wie der Nachrichtenticker «heise-online.de» berichtete 

Als Gegenbewegung starteten verschiedene deutsche Umweltschutzunternehmen eine Initiative, in der sie zu «Licht an - aber richtig» aufriefen. Sie fordern, dass stattdessen unter anderem auf Energiesparlampen und Ökostrom gesetzt werden soll.

Dass sich mit der Aktion keinen Strom sparen lasse, sei auch der WWF klar. Sie erhoffe sich jedoch, Anstösse für den Alltag zu liefern.  «Ich tue es, wenn du es tust», heisst das Motto, das zukünftig mehr Menschen dazu bewegen soll, auf die Umwelt zu achten.

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