Küttigen
Welches ist das schönste Auto der Elektro-Rally?

Die Schüler der Schule Küttigen durften die Autos und Motorräder der grössten Elektromobil-Rally der Welt nach Coolness bewerten. Die sportlichen Modelle fanden dabei grossen Anklang.

Janine Gloor
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Bei diesem aussergewöhlichen Töff brachten einige Schüler vor lauter Staunen den Mund fast nicht mehr zu.
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Dieses Team punktete bei den Kindern mit einer Popcornmaschine auf dem Dach.
Dieses Modell der Marke Tesla kam bei allen Altersklassen gut an.
Es muss nicht immer ein neues Auto sein. Dieser Fiat 126e wurde zu einem Elektromobil umgebaut.
Schüler aus Küttigen bewerten die Fahrzeuge der grössten Elektro-Rally der Welt nach Coolness.
Elektroautos gibt es in allen Grössen.

Bei diesem aussergewöhlichen Töff brachten einige Schüler vor lauter Staunen den Mund fast nicht mehr zu.

Janine Gloor

Über 300 Schüler drängen sich auf den Parkplätzen vor dem Schulhaus Stock, das Plastikabsperrband vermag sie kaum zurückzuhalten. Sie warten auf die Wave, die grösste Elektroauto-Rally der Welt. In der Hand halten sie Bewertungsbogen, auf denen sie angeben werden, wie gut ihnen die 19 Autos und Motorräder gefallen.

Doch sie müssen sich noch ein bisschen gedulden, die Rally hat Verspätung. Gespannt harren die 1.- bis 9.-Klässler aus, die Oberstufenschüler in den hinteren Reihen haben ihre Selfiesticks schon mal ausgefahren.

800 Kilometer Reichweite

Das erste Auto, das geräuschlos um die Ecke kommt, sorgt bei den Schülern für Gelächter, es ist ein winziger, alter Fiat, der nun elektrisch unterwegs ist. Die Teams haben jeweils eine Minute Zeit, ihr Fahrzeug vorzustellen, während die Schüler eifrig auf ihren Blättern kritzeln.

Für einen ersten Höhepunkt sorgt die orangefarbene Bolide eines österreichischen Teams, ein Tesla Roadster. Alle Augen und Smartphonekameras sind auf das Auto gerichtet. «Schaut es cool aus?», fragt der Fahrer, die Antwort ist ein einstimmiges Ja. 200 Stundenkilometer schnell ist der Roadster. Diese Leistung zusammen mit dem schnittigen Äusseren dürfte sich gemäss des Geräuschpegels äusserst positiv auf die Bewertung der Schüler auswirken.

Ein Auto aus Slowenien beeindruckt mit seinem Akku, bis zu 800 Kilometer können mit einer Ladung zurückgelegt werden. Ein weiteres Auto kann anderen Elektrofahrzeugen als Ladestation dienen, bei einer Party wird es zur Stromquelle für die Stereoanlage.

Matthias Hügli ist Lehrer an der Schule und Mitglied der Energie- und Umweltkommission, er hat die Rally nach Küttigen gebracht. «Diese Anlass ist sehr wertvoll für uns. Es ist wichtig, dass den Kindern ein umweltbewusster Zugang zum Autofahren ermöglicht wird. So werden sie für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert», sagt er.

Küttigen hat seit 2010 das Label Energiestadt. Schulpflegerin Sibylle Müller erklärt in ihrer Ansprache, dass die Schüler alles unternehmen sollen, um Strom zu sparen.

Die Schüler sind sich noch nicht sicher, ob sie später ein Elektroauto wollen. Bei den Kleinen muss ein Auto hauptsächlich die richtige Farbe haben. Den Grossen gefallen die sportlichen Modelle durchaus, aber es fehlt ein wichtiges Element: Der Ton. Doch als ein schwarzer Tesla nach seiner Präsentation beschleunigt und lautlos davonflitzt, jubeln alle gleichermassen begeistert.