Entfelden
Weitere Ersatzwahl wird im November nötig

Der Kreisschulrat hat Reto Gloor und Daniele Bernagozzi in die Entfelder Kreisschulpflege gewählt. Mit dem angekündigten Abgang auch von Präsidentin Brigitte Frehner scheint ein Neuanfang in der Kreisschule Entfelden möglich zu sein.

Ueli Wild
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Fusioniert Oberentfelden bald mit Unterentfelden und Aarau?

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Katja Schlegel

Die Kreisschulpflege Entfelden ist wieder komplett – wenn auch zunächst nur für zwei Monate. An seiner vierstündigen Sitzung am Mittwochabend hat der Kreisschulrat Daniele Bernagozzi aus Unterentfelden und Reto Gloor aus Oberentfelden in das fünfköpfige Gremium gewählt. Beide sind 47-jährig. Bernagozzi, CEO der Suhrer Haustechnikfirma Henz, erhielt 14 Stimmen, der Mägenwiler Poststellenleiter Gloor deren 9. Nicht gewählt wurde damit die ebenfalls zur Wahl stehende Jasmin Suter aus Unterentfelden.

Die beiden neuen Kreisschulpfleger ersetzen die zurückgetretenen Peter Preisig und Georges Brandenberger. Von der bisherigen Crew sind Präsidentin Brigitte Frehner, Vizepräsident Markus Hugentobler und Irène Vogel übrig geblieben. Allerdings hat Brigitte Frehner per 30. November als Präsidentin und als Mitglied der Kreisschulpflege demissioniert. Es wird deshalb noch dieses Jahr zu einer weiteren Ersatzwahl kommen. Die zu diesem Zweck notwendige ausserordentliche Kreisschulratssitzung soll am 25. November stattfinden.

Kreisschulratspräsident Urs Heuri würdigte die Grösse, die Frehner mit ihrer Entscheidung gezeigt habe. Die Präsidentin habe erkannt, dass sie gehen müsse, wenn es in der Entfelder Schule einen Neuanfang geben solle. Anfang September hat sich die Kreisschulpflege schon von Gesamtschulleiter Tobias Pflugshaupt-Trösch getrennt – «im gegenseitigen Einvernehmen». Vom Führungstrio, dessen Rücktritt eine Elterngruppe vor den Sommerferien gefordert hatte, ist nach Frehners Abgang einzig noch Vizepräsident Hugentobler im Amt.

Gegen 35 Schulleitungsprozente

Der Kreisschulrat liess sich weder für die Erhöhung der vor zwei Jahren genehmigten 30 Schulleitungsprozente auf 35 Prozent für das Rechnungsjahr 2016, noch für die Erhöhung der aktuell 180 Stellenprozente des Sekretariats auf 195 Prozent gewinnen. Den ersten Antrag der Kreisschulpflege fegte er mit 14 gegen 1 Stimme vom Tisch. Dem zweiten stimmte kein einziges Ratsmitglied zu, doch wurde ein Kompromissvorschlag von Hanspeter Wurzer knapp gutgeheissen, der eine auf sechs Monate befristete Erhöhung der Stellenprozente des Sekretariats auf 195 Prozent verlangte – mit der Auflage, dass ein Bericht die effektive Mehrbelastung beleuchtet. Die Kreisschulpflege hatte unter anderem argumentiert, das neue komplizierte Schliesssystem beschere dem Sekretariat grosse Umtriebe. Mit diesem Schliesssystem, sagte Hanspeter Widmer, der den Gemeinderat Oberentfelden im Kreisschulrat vertritt, sei «weit übers Ziel hinausgeschossen» worden. Interims-Gesamtschulleiter David Leuenberger fragte: «Dient das Schliesssystem den Menschen – oder bestimmt es deren Tagesablauf?»

Das vorgeschlagene neue Entschädigungsreglement, mit dem das Ressort und nicht der Aufwand entschädigt werde, sei ungerecht, sagte Markus Hugentobler als Sprecher der Kreisschulpflege. Mit dem Antrag von Reto Suter, der sich schliesslich durchsetzte, ist die Flexibilität gewahrt: Die Kreisschulpflege muss nun das Entschädigungsreglement jeweils für das kommende Jahr dem Kreisschulrat zur Genehmigung vorlegen.

Das vorgeschlagene neue Entschädigungsreglement, mit dem das Ressort und nicht der Aufwand entschädigt werde, sei ungerecht, sagte Markus Hugentobler als Sprecher der Kreisschulpflege. Mit dem Antrag von Reto Suter, der sich schliesslich durchsetzte, ist die Flexibilität gewahrt: Die Kreisschulpflege muss nun das Entschädigungsreglement jeweils für das kommende Jahr dem Kreisschulrat zur Genehmigung vorlegen.

Lotsendienst bleibt im Budget

Das vom Kreisschulrat nach langer Diskussion einstimmig genehmigte Budget 2016 sieht einen Nettoaufwand von rund 5 310 000 Franken vor. Dieser liegt 320 000 Franken unter dem Wert, der im Entwurf der Kreisschulpflege aufgeführt war. Am meisten schenkte der von Hanspeter Widmer eingebrachte Antrag ein, die vorgesehenen Aufwendungen für den baulichen Unterhalt von 787 500 auf 500 000 Franken zu reduzieren. Die 10 000 Franken für Anwaltskosten wurden aus dem Budget gestrichen. Obwohl auch im Budget 2015 kein Franken dafür vorgesehen war, belaufen sich die Anwaltskosten im laufenden Jahr offenbar bereits auf 27 000 Franken. Der Kreisschulrat nahm im Gegenzug auch Positionen wieder ins Budget auf, welche die Kreisschulpflege hatte streichen wollen. So lehnte er die Streichung der 24 240 Franken für den Lotsendienst ab. Auch die 8000 Franken für drei Skilagerleitungen fügte er wieder ins Budget ein.