Aarau
Wegen Stolperfalle: «Neuer Busbahnhof ist für Passanten eine halbe Bergwanderung»

Trotz einer weissen Markierung wird am Busbahnhof Aarau weitergestolpert. Auch die Kante des Perrons kann für ältere Personen zum Problem werden. Ein Rentner brach sich den Arm und musste ins Spital gebracht werden.

Roman Michel
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In der Eile (oder beim Bestaunen des Bushofdachs) stolpern täglich Passanten über diese kleine Schwelle, welche rund um den Bushof in Aarau verläuft.

In der Eile (oder beim Bestaunen des Bushofdachs) stolpern täglich Passanten über diese kleine Schwelle, welche rund um den Bushof in Aarau verläuft.

Matthias Marx

Nach mehreren Fällen in der Notfallpraxis des Kantonsspitals Aarau am Bahnhof Aarau und unzähligen verkauften Pflastern in der nahen Apotheke wurde die Stolperfalle am Aarauer Busbahnhof Ende August mit einer weissen Linie versehen.

Nur: Auch die neue Markierung scheint nicht den gewünschten Erfolg zu bringen. Eine 84-jährige Frau aus Unterentfelden schlug sich an der drei Zentimeter hohen Schwelle rund um den Busbahnhof das Gesicht auf und musste im Spital behandelt werden.

Gegenüber Tele M1 sagte die Rentnerin: «Ältere Leute sehen die Linie nicht gut.» Die Frau sprach von einer halben Bergwanderung und betonte: «Es ist zwar alles neu und modern, aber bodeneben ist nichts. Überall hat es Ecken und Kanten.»

Auch die Schwelle zwischen den neuen Perrons ist für ältere Leute ein ernst zu nehmendes Hinderniss: Obwohl gut sichtbar, stürzte ein Senior aus Unterentfelden Mitte August so stark, dass er sich den Arm brach.

Vier Tage ins Spital statt eine kurze Busfahrt, lautete die Diagnose. Auch er versteht die Schwelle nicht: «Diese Bauleitung hatte schon merkwürdige Ideen», sagte er gegenüber Tele M1.

Trotz den Markierungen sollen auch weitere Fälle bereits gemeldet worden sein. Am Busbahnhof Aarau wird also fleissig weitergestolpert.

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