Einschulung

Wegen spätem Stichtag: ein Kind wird pro Abteilung wieder vom Unterricht dispensiert

Kantonsweit ist die Zahl der Gesuche um spätere Einschulung deutlich angestiegen.

Kantonsweit ist die Zahl der Gesuche um spätere Einschulung deutlich angestiegen.

Der späte Stichtag sorgt seit Monaten für Gesprächsstoff. Von Überforderung ist die Rede, von Kindern, die mit Windeln in den Kindsgi geschickt werden.

Kantonsweit sei die Zahl der Gesuche um spätere Einschulung deutlich angestiegen, sagte Manfred Dubach, Geschäftsführer des Aargauischen Lehrerinnen- und Lehrerverbands, diesen März gegenüber der AZ. Ebenso die Zahl der Kinder, die nach den ersten Wochen vom Unterricht dispensiert werden.

In Aarau (Schulstandorte in der Stadt, ohne Aarau Rohr) wurde der Stichtag im 3-Jahresschritt von Ende April auf Ende Juli verschoben. Stichtag 31. Juli gilt seit vier Jahren (per Schuljahr 2015/16). Die Kreisschule Buchs-Rohr (Schulstandorte Buchs und Aarau Rohr) hat den späteren Stichtag bereits vor sechs Jahren eingeführt (per Schuljahr 2013/14).

«Jährlich ist es im Durchschnitt knapp ein Kind pro Kindergartenabteilung, das dispensiert wird», sagt Remi Bürgi, Geschäftsleiter der Kreisschule Aarau-Buchs. In der Kreisschule mit 17 Standorten und aktuell 30 Abteilungen entspricht das also einer Grössenordnung von rund 30 Kindern, alle zwischen dem 30. April und dem 31. Juli geboren. «In solchen Fällen können die Eltern um einen späteren Kindergarteneintritt ersuchen, ohne dafür Gründe angeben zu müssen.» Die Gesamtzahl der Kinder im kleinen Kindergarten beträgt aktuell 282.

Eine Zunahme dieser Rückstellungen bestätigt Bürgi: «Im Vergleich zu früher haben sie zugenommen.» Eine genaue Zahl zum Anstieg nennen könne er aber nicht. Die Erklärung ist einfach: Der zweijährige Kindergarten ist erst seit dem Schuljahr 2013/14 obligatorisch. «Wir empfinden die Zunahme aber als ‹im Rahmen›», so Bürgi. Zugenommen habe auch die Zahl der Kindergarten-Lehrpersonen, die Weiterbildungskurse betreffend Unterricht für jüngere Kinder besuchen.

Bürgi bestätigt weiter, dass Kindergartenkinder vereinzelt noch Windeln tragen oder Mühe haben mit der Erledigung der persönlichen Toilette. (ksc)

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