Aarau

Wegen Hochhaus-Sprengung: Ganzes Quartier wird vorsorglich abgesperrt

Vom einst stolzen Gebäude steht nur noch der Rohbau.Toni Widmer

Vom einst stolzen Gebäude steht nur noch der Rohbau.Toni Widmer

Der Rockwell-Turm in Aarau wird in der Nacht vom 7. auf den 8. März zerstört. Für die Sprengung müssen das Gebiet Gais weiträumig abgesperrt und einige Wohnhäuser vorsorglich evakuiert werden.

Die Absicht, das markante Rockwell-Gebäude am Aarauer Gais-Kreisel zu sprengen wurde lange unter dem Deckel gehalten: «Wir wollten vorerst abklären, ob dieses Vorhaben überhaupt realisierbar ist und die nötigen Bewilligungen einholen», sagte Marc Pointet.

Er ist als Leiter Projektmanagement bei der Gebäudebesitzerin Mobimo für den Rückbau des ehemaligen Büro-Turms zuständig, der am Rande des Quarters steht, in welchem das neue Aarauer Fussballstadion realisiert wird.

Die Bewilligungen von Stadt Aarau und Kanton liegen inzwischen vor, Sprengtermin ist die Nacht vom 7. auf den 8. März. «Detaillierte Informationen geben wir noch bekannt», erklärte Pointet.

Sprengung hat grosse Vorteile

Der Rückbau ist seit Herbst 2012 im Gang. Fenster und Metallverkleidung sind ebenso bereits entfernt worden wie die mit Asbest und PCB belasteten Bauteile.

Noch im November wurde davon gesprochen, das verbleibende Betongerüst des einstigen Sprecherhofs etagenweise von oben nach unten abzubrechen. Das hat sich jedoch mittlerweile als zu aufwendig herausgestellt.

«Nach Prüfung aller Parameter hat sich eine Sprengung mit anschliessendem Abtransport des anfallenden Materials als beste Variante herausgestellt», erklärte Marc Pointet.

So hätten Abklärungen ergeben, dass die Zufahrt mit einem für den konventionellen Abbruch nötigen Grossbagger wegen der Unterkellerungen schwierig und gefährlich sei. Mit der Sprengung könne zudem die Abbruchzeit um 4 bis 6 Wochen verkürzt und die Staubbelastung für die Umgebung auf wenige Minuten begrenzt werden.

Für die Sprengung werden kurzzeitig mehrere Wohnhäuser im Bereich des Gais-Kreisels evakuiert und die Umgebung grossräumig für jeglichen Verkehr gesperrt.

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