Gränichen

Wegen Gestanks und Unordung: Pferde-Quäler ist den Behörden bekannt

Pferde-Messie war den Behörden bekannt: Der Gränicher M.S. war den Aargauer Behörden bereits aufgefallen.

Pferde-Messie war den Behörden bekannt: Der Gränicher M.S. war den Aargauer Behörden bereits aufgefallen.

Recherchen von «Tele M1» zeigen: Der Kanton Aargau hat gegen den Pferde-Züchter in Hirschthal bereits eine Verfügung erlassen. Aktuell wird gegen den Aargauer ermittelt, weil er seine Pferde in einem jurassischen Stall sich selbst überlassen hat.

Christoph Friedli ist mit den Nerven am Ende. Der Besitzer einer Wildwest-Ranch im jurassischen Damphreux kämpft seit einer Woche gemeinsam mit Freunden für das Wohl von 33 Pferden. Ein Pferdezüchter aus Gränichen hatte die Tiere vor vier Monaten im Stall von Michel Prêtre in der Nachbargemeinde Boncourt eingemietet, ohne die monatliche Miete von 2500 Franken plus Kosten für Heu, Stroh und Pflege zu bezahlen.

Gegen den Gränicher M.S. liegen jetzt Anzeigen wegen Verstoss gegen Tierschutzgesetz vor.

Gegen den Gränicher M.S. liegen jetzt Anzeigen wegen Verstoss gegen Tierschutzgesetz vor.

Die 33 Pferde, davon 27 Ponys, wurden damit faktisch ihrem Schicksal überlassen. Prêtre ist das Geld ausgegangen. Er geriet in Existenznot. Neben seinen 270 Kälbern und Bisons kann er sich nicht noch um die Pferde kümmern. Prêtre sagt, der Besitzer aus dem Aargau schulde ihm 40 000 Franken. Die Krux: Prêtre darf die Tiere nicht verkaufen, weil sie ihm nicht gehören. Anfang Jahr gab es deshalb kein frisches Stroh mehr und nur noch eine Notration Heu.

Der Besitzer der verwahrlosten Tiere, ein Pferdezüchter aus Gränichen, ist auch bei den Aargauer Behörden kein Unbekannter, wie Recherchen von «Tele M1» jetzt aufdeckten. Der Kanton hatte gegen Mann an seinem früheren Wohnort Hirschthal eine Verfügung erlassen. Grund: Gestank und Unordnung auf dem Gelände.

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