Im Mai versenkten die Buchserinnen und Buchser an der Urne den geplanten Verkauf des Bärenplatzes an private Investoren. Diese wollten auf dem südlichen Teil des Platzes neben dem Gemeindesaal einen mehrstöckigen Bau errichten.

Seit der Abstimmung hat sich einiges getan, wie Maja Frey (EVP) und Werner Schenker (Grüne) berichten. Die beiden Einwohnerräte waren Teil eines überparteilichen Referendumskomitees, das den Bärenplatz-Verkauf überhaupt erst an die Urne brachte. Sie sind Mitbegründer der IG (Interessengruppe) «Bärenplatz für alle», die an einer Zukunft für den Bärenplatz tüftelt.

«Im Juli haben wir uns zum ersten Mal getroffen», sagt Maja Frey. Etwa fünfzehn Personen sind dabei; Alteingesessene, Neuzuzüger, Leute aus allen Parteien, Junge sowie Pensionierte, die wertvolle Erfahrungen aus ihren Tätigkeiten und Berufen einbringen können, so Frey und Schenker.

Eine Art Umfrage

Das erste Ziel: Den Bärenplatz als Begegnungsplatz für alle ins öffentliche Bewusstsein zu rücken; den Buchsern aufzeigen, dass man diese Fläche – heute bloss Gras und Kies – attraktiv gestalten kann. Aber wie? Das gilt es nun herauszufinden. Da kommt die Gewerbeausstellung «Buga» vom 27. bis 29. Oktober gelegen: «Wir konnten einen kleinen Standplatz ergattern», sagt Frey. «Dort wollen wir die Meinungen der Bevölkerung abholen.» Geplant ist etwa, den Besuchern verschiedene Beispiele gelungener Begegnungsplätze zu zeigen.

Die Leute können dann abstimmen, was ihnen am besten gefällt. Es wird auch eine Umfrage geben, wo die Besucher unter anderem Antworten zu folgenden Themen geben können: Soll der Platz zur Suhre hin geöffnet werden? Und wie sehr soll man ihn bebauen? Die selben Fragen stellt die IG auch auf ihrer neuen Website www.baerenplatzfueralle.ch (wird am «Buga»Wochenende aufgeschaltet). «Ausgehend von den Ergebnissen werden wir versuchen, verschiedene Gestaltungsprojekte zu entwickeln, die kurz-, mittel- oder langfristig angedacht sind», sagt Werner Schenker. «Wir werden diese der Bevölkerung zu einem späteren Zeitpunkt wieder vorstellen.»

Doch läuft die IG damit nicht Gefahr, den Buchsern Speck durchs Maul zu ziehen, ohne dass die Finanzierung eines neuen Projekts gesichert wäre? «Wir sind uns dieser Problematik bewusst», sagt Schenker. «Deshalb kommunizieren wir stets, dass das Projekt am Ende auch bezahlt werden muss. Wir sind aber überzeugt: Wenn das Bedürfnis da ist, aus dem Platz etwas zu machen, investieren die Leute am Schluss gerne etwas.»

Ideen hätte die IG schon einige. Schenker: «Ein temporäres Café, ähnlich wie die ‹Schwanbar› in Aarau, wäre zum Beispiel denkbar. Oder sonst etwas, das im Sommer Schatten spendet.» Vorletzten Sommer, fügt Maja Frey an, habe ein Privater auf dem Bärenplatz Wasserspiele für Kinder angeboten. «Das hat den Leuten sehr gefallen – auch den Senioren.» Man könne überdies bereits feststellen, dass die Öffnung des Platzes zur Suhre hin ein grosses Bedürfnis sei.