Am 4. März hat der Souverän beider Entfelden einen Rahmenkredit von 2 Mio. Franken für die Instandsetzung der Schulgebäude mit einem Ja-Stimmen-Anteil von rund 76 Prozent deutlich gutgeheissen.

Wozu genau die Stimmberechtigten im Endeffekt Ja gesagt haben, ist allerdings noch nicht bekannt. Die einzelnen Posten seien noch nicht öffentlich und müssten noch vom Kreisschulrat abgesegnet werden, macht Kreisschulpflegepräsident Cyrill Grüter auf Anfrage deutlich.

Klar ist: Es geht einzig um Instandsetzungsarbeiten erster Priorität.

Nur eine Teiltranche

Der vom Volk der beiden Verbandsgemeinden gesprochene Betrag ist das, was bisher von einem weiteren 11-Millionen-Paket (für die Jahre 2018–2022) zur Instandsetzung der Gebäude der Kreisschule übrig geblieben ist.

Im letzten Herbst hatte die Kreisschulpflege (noch in alter Zusammensetzung) dem Kreisschulrat die Genehmigung des Gesamtpakets von 11 Millionen beantragt. Der Kreisschulrat lehnte das jedoch ab.

Er folgte stattdessen Yasmin Dätwyler, der Vertreterin des Gemeinderats Unterentfelden im Kreisschulrat, die beliebt machte, bloss eine Teiltranche von 2 Mio. Franken zu genehmigen. Dementsprechend kam nun diese Version vors Volk. Ab einem Bedarf von 1 Mio. Franken ist eine Urnenabstimmung erforderlich.

Die seinerzeitige Schulpflege erlitt vor allem deshalb Schiffbruch, weil sie nach Verabschiedung des 11-Mio.-Kredits frei über diesen verfügen wollte. Beim inzwischen aufgebrauchten Paket für die Jahre 2013–2017 hatten demgegenüber die einzelnen Jahrestranchen jeweils vom Kreisschulrat freigegeben werden müssen.

Dem Antrag der Schulpflege vom September 2017 lag eine Liste mit rund 80 Massnahmen bei, die den Kategorien erster, zweiter und dritter Priorität zugewiesen wurden. Die Schulpflege argumentierte, die Prioritätenliste könne morgen ganz anders aussehen als heute.

Beim Antrag Dätwyler bestehe die Gefahr, dass man 2 Mio. Franken ausgeben müsse für Dinge, die gar nicht vorrangig seien. Das Gegenargument lautete, es gehe nur darum, dass die 2 Mio. für Vorhaben ausgegeben würden, die aktuell der Prioritätsstufe 1 zugewiesen seien.

Verschiebungen sind möglich

Die damalige Liste der Instandsetzungsprojekte enthielt 16 Positionen erster Priorität mit einem Investitionsbedarf von gegen 1,5 Mio. Franken.

Die Hauptbrocken: «Ersatz Beschattungsanlage, Storen und Steuerung» (475 000 Franken), «Sanierung Mitteldach» (220 000 Franken), «Aussentüren, Innentüren, Turnhallenfenster, Foyerverglasung Neubau, Ergänzung von Sicherheitsbeschlägen» (169 000 Franken) und «Handläufe Rampe, Beseitigung von Stolperfallen in der Umgebung, Containerplatz, Asbestprüfung» (112 000 Franken).

Aber eben: Welche Punkte die jetzt auf drei von fünf Positionen veränderte Kreisschulpflege für vorrangig hält, ist einstweilen noch offen. Der neue Präsident Cyrill Grüter sagt vorerst bloss, es sei durchaus möglich, dass es Verschiebungen gebe. (uw)