Aarau

Was in der Aarenau mit den Filetstücken geschieht, soll später entschieden werden

Schützenhaus in der Aarenau. kSC/Archiv

Schützenhaus in der Aarenau. kSC/Archiv

Reinvestieren oder Baurecht – noch vier Baufelder können entwickelt werden: Das Bauland in der Stadt Aarau wird rar. Umso wichtiger die Frage, was mit den Filetstücken in der Aarenau passiert. Der Entscheid über die Zukunft soll später gefällt werden

Die Nebel über der Aarenau lichten sich: Der Stadtrat schlägt der Grundeigentümerin, der Ortsbürgergemeinde Aarau, vor, in ein zweites Baufeld selber zu investieren und den Entscheid über die Zukunft der «Filetstücke» direkt am Aareufer später zu fällen.

Eine weitere Parzelle im nördlichen Bereich des Perimeters soll im Baurecht an den Meistbietenden abgegeben werden. So lauten die Anträge der Behörde an die Winter-Gmeind der Aarauer Ortsbürger, die am 23. November darüber befinden können.

Drei Baufelder überbaut

Drei Felder der Aarenau im östlichen Scheibenschachen sind überbaut, die neuen Wohnungen zum grossen Teil bezogen. Vor zwei Jahren hat die ortsbürgerliche Gemeindeversammlung mehrheitlich beschlossen, keine weiteren Parzellen mehr in der Aarenau zu verkaufen, sondern entweder selber zu reinvestieren oder allenfalls im Baurecht abzugeben. Für das Grundstück 2 mit dem alten Schützenhaus haben die Ortsbürger vor Jahresfrist einen Projektierungskredit über 910 000 Franken bewilligt.

Über das daraus resultierende Projekt samt Baukredit soll bereits im nächsten Juni abgestimmt werden. Verbleiben zur Weiterentwicklung einer der letzten Aarauer Baulandreserven noch vier Felder, zwei im nördlichen und zwei im südlichen Bereich.

Der Stadtrat hat in einem aufwendigen Verfahren eine «Liegenschaftsstrategie» entwickelt, die er nun dem Souverän vorlegt. Die Exekutive schlägt vor, dass die Ortsbürgergemeinde zusätzlich zum Feld 2 (mit Schützenhaus) in eine zweite Wohnüberbauung investieren soll.

Für eine Investition in der Aarenau hatte sich auch die Einwohnergemeinde Aarau interessiert, allerdings lieber im südlichen Perimeter. Die Organe der Ortsbürgergemeinde Aarau lehnten dieses Ansinnen aber ab und offerierten das Baufeld 8, worauf dieser Antrag per Beschluss des Stadtrates wieder zurückgezogen wurde.

Deshalb soll das Grundstück in der Nordostecke des Areals nun «zum bestmöglichen Preis am Markt platziert» und im Baurecht abgegeben werden. Zu diesem Zweck hat die Gemeindeversammlung vom 23. November auch über einen Kredit von 65 000 Franken für die Vermarktung des Baufeldes 8 zu beschliessen. Zeitlich würde dieser Prozess zwischen 2016 und 2019 stattfinden.

Offen lassen will die Behörde im Moment den Entscheid über die beiden «Filetstücke» der Aarenau direkt am Aareufer. Mit diesem Vorgehen, so die Begründung, «kann, unter Würdigung der Konjunktur und der Entwicklung auf dem Immobilienmarkt, rechtzeitig und verantwortungsvoll reagiert und der Zeitpunkt des Bezugs der einzelnen Bauten gesteuert werden».

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