Aarau
Was gibt es für zehn Franken Typisches am MAG?

Die az schickt vier Besucher mit einem Zehnernötli durch die Marktstände. Diese hatten keine leichte Entscheidung – denn nur schon in kulinarischer Hinsicht lockte doch so einiges.

Carla Stampfli (Text und Fotos)
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Antoinette Guiné hat für ihren Sohn Magenbrot und für sich Marroni gekauft.
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Chris Riedl mit einem Geschenk für seine Mutter: Ein Portemonnaie.
Für Thomas Egli gab es Käse und Magenbrot. «Das muss einfach sein», sagt er.
MAG-Typisches für 10 Franken

Antoinette Guiné hat für ihren Sohn Magenbrot und für sich Marroni gekauft.

Stampfli

Noch ist die Sonne hinter den Regenwolken versteckt. Doch das hält die Besucher des MAG nicht davon ab, kurz nach der Eröffnung durch den Aarauer Graben zu schlendern. Von der az mit zehn Franken ausgerüstet, machen sich Thomas Egli, Antoinette Guiné, Chris Riedl und Kathrin Dellenbach auf, etwas MAG-Typisches zu kaufen. Keine leichte Entscheidung: Verlockend ist der Duft von frischem Süssgebäck, Grillwaren und Pizza, vielfältig ist das Warengebot der Aussteller des diesjährigen Markts Aarauer Gewerbetreibender.

«Darauf habe ich nur gewartet», sagt Kathrin Dellenbach lachend und peilt schnurstracks einen Bäckerei-Confiserie-Stand an. Sie kauft vier Quarkini: in Öl ausgebackene Teigkugeln aus Mehl, Zucker und Quark. «Für mich gehören sie einfach dazu», sagt die 45-Jährige, die jedes Jahr den Markt besucht. Auch bei Regen, so die Aarauerin, habe der MAG seinen Reiz. Einige Stände weiter kauft sie mit dem Wechselgeld ein kleines Säckli mit Erdnüssli. «Sie sind noch schön warm», sagt sie freudig überrascht.

Ein Geschenk für die Mutter

Nicht für etwas Süsses, sondern für ein Portemonnaie hat sich Chris Riedl entschieden. «Ich habe bereits eine Rauchwurst mit Brot gegessen», sagt der 25-Jährige, der für eine Facility-Services-Firma in Suhr arbeitet. Als er an einem Lederwarenstand das Portemonnaie für 9.90 Franken entgegennimmt, sagt er: «Das werde ich meiner Mutter schenken.»

Mit der Zehnernote in der Hand schlendert Antoinette Guiné durch den Graben. «MAG ist Herbst, Marroni ist Herbst», sagt die 60-Jährige. Kein Wunder, beisst sie keine fünf Minuten später in eine Kastanie. «Sie sind zu verlockend», sagt sie lachend. Etwas Geld ist übrig, die Aarauerin entscheidet sich für ein Säckli Magenbrot. Es reicht nicht ganz aus, 2.40 Franken muss sie aus eigener Tasche bezahlen.

«Das Magenbrot bringe ich meinem Sohn mit», sagt sie. Auch Thomas Egli entscheidet sich für das glasierte Gebäckstück. «Das muss einfach sein», sagt der 50-Jährige. Nebst dem Magenbrot gibt es für ihn auch ein Stück Käse. «Warum Käse? Weil ich das sehr gerne mag», sagt Egli, der in Aarau Rohr aufgewachsen ist. Käse und anderes gibt es am MAG bis Sonntag, 17 Uhr.