Kommentar
Warum keine Fusion light?

Urs Helbling
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Der Zukunftsraum Aarau ist tot. Die neue Kantonshauptstadt wird es auf längere Zeit hinaus nicht geben. Das – punkto Anzahl Bewohner – grösste Fusionsprojekt in der Geschichte des Aargaus ist gescheitert. Aaraus Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker schrieb gestern nach Bekanntgabe des Resultats auf Facebook, man werde in den nächsten Tagen besprechen, «wie das Projekt weitergeht bzw. ob es hier gestoppt werden soll».

Ist tatsächlich schon alles verloren? Vielleicht ist das Nein von Oberentfelden für Aarau der Startschuss zu einem bevölkerungsmässigen 5000er-Sprung. Speziell die Fusion mit Unterentfelden (hat vorerst Ja gesagt) könnte Sinn machen. Und auch ein Zusammengehen mit Densbüren wäre reizvoll. Stossrichtung: Aarau, die Stadt mit der Exklave.

In erster Linie muss sich jetzt Unterentfelden überlegen, ob es einen Anschluss an Aarau will – was ein Liebesentzug an Oberentfelden wäre. Rohr ist vor zehn Jahren damit gut gefahren. Und für Aarau wäre Unterentfelden finanziell verkraftbar. Darum sollte die Fusion light genau geprüft werden – damit nicht all die Arbeit vergebens war.