Aarau
Warum im neuen B&B in der Altstadt nur ein Tisch stehen wird

An der Pelzgasse 31 soll ein Bed and Breakfast entstehen. Dafür muss die Gelateria im Erdgeschoss umziehen – jedoch nur ein Haus weiter.

Barbara Vogt und Sabine Kuster
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Die Gelateria (vorne) zügelt in die Kyburger Stube (braune Fassade hinten), an der Pelzgasse 31 soll ein B&B entstehen.

Die Gelateria (vorne) zügelt in die Kyburger Stube (braune Fassade hinten), an der Pelzgasse 31 soll ein B&B entstehen.

Sabine Kuster

Zuerst war es eine Pferdemetzgerei, dann eine Gelateria. Jetzt soll das Gebäude an der Pelzgasse 31 in Aarau in ein Bed & Breakfast umgenutzt werden. Das Auflageverfahren läuft noch bis zum 30. März.

Cécile und Tobias Graf von der Firma Cecimmo Holding AG aus Auenstein haben das Gebäude an der Pelzgasse 31 erworben. Auf den vier Etagen planen sie den Einbau von vier Gästezimmern mit je zwei Betten. Im dritten und vierten Stock besteht die Möglichkeit, Zusatz- oder Kinderbetten hineinzustellen.

Das Erdgeschoss dient künftig den Gästen als Empfangs- und Frühstücksraum. Cécile und Tobias Graf möchten den Raum lediglich mit einem grossen Holztisch mit zwischen zehn und zwölf Plätzen bestücken. «Uns ist es wichtig, dass unsere Gäste in Kontakt miteinander kommen», sagt das Ehepaar Graf. Sie wissen auch schon, wie sie ihr B&B taufen: «zum graf».

In der Altstadt gibt es bereits ein Bed and Breakfast mit zwei Zimmern. Es nennt sich «B&B Tuchlaube» und befindet sich im Stadthöfli 7, also unweit vom Theater Tuchlaube entfernt. Auf dem ganzen Stadtgebiet listet aarau info rund 16 private Unterkünfte auf.

Gelateria hat neues Lokal

Momentan befindet sich die Gelateria Caffè Fellini im Erdgeschoss des geplanten B&B. Betreiber Rafaele Salvati kann bis Ende August bleiben, dann beginnen Cécile und Tobias Graf mit dem Umbau des Gebäudes. Rafaele Salvati hat bereits ein neues Lokal gefunden gleich nebenan in der ehemaligen Kyburgerstube, heute ein Nachtclub.

«Man wird gar nicht merken, dass wir zügeln», sagt Salvati und schmunzelt. Die Terrassen-Fläche vor dem Haus konnte die Gelateria schon jetzt jeweils benutzen. Salvati bezahlt zwar etwas mehr Miete, das neue Lokal ist jedoch mit 70 Quadratmetern mehr als doppelt so gross als das alte. «Jetzt machen wir eine schöne Gelateria-Piadina-Creperia-Bar», sagt Salvati. «Crêpes gehören zu Gelati wie die Pizza zu Spaghetti.» Crêpes hat er schon jetzt angeboten, trotz der Konkurrenz durch «La Crêperie» nebenan. Für ihn sind Crêpes und Piadina wichtig für die Wintersaison. Bislang war das Lokal im Winter geschlossen. Salvati betreibt eine Gelateria in Zürich Altstetten und ein Glace-Mobil bei der ETH Zürich. Die Glace produziert er selbst.

Seit letztem Wochenende hat der Italiener seine Gelateria offiziell wieder geöffnet. Diese, offiziell «Caffè Cioccolato» genannt, habe sich in den letzten vier Jahren in Aarau etabliert, sagt er. Deshalb wollte er auch in Aarau bleiben. Am 1. April eröffnet er das neue Lokal an der Pelzgasse 33.