Hirschthal
Wandern mit den Punkten und dem Speck vor Augen

Die Wandergruppe Hirschthal verkaufte am Wochenende 350 Startkarten für ihre Winterwanderung. Um möglichst viele Punkte zu sammeln, machten sich viele Wanderer nach einem Zwischenstopp noch einmal auf den Weg.

Sibylle Haltiner
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In der Gruppe macht das Wandern noch mehr Spass.Sibylle Haltiner

In der Gruppe macht das Wandern noch mehr Spass.Sibylle Haltiner

Sibylle Haltiner

Obwohl der Wind giftig über das Feld blies und ab und zu ein Regenschauer niederprasselte, waren am Wochenende zwischen Hirschthal, Holziken und Muhen viele Wanderer unterwegs. Dass alle den gleichen Weg einschlugen, war kein Zufall: Sie folgten den gelben Täfelchen der Wandergruppe Hirschthal, die zu ihrer Winterwanderung eingeladen hatte.

Die Rundstrecken von sechs und zehn Kilometern Länge waren eher flach. «Im Winter plane ich keine Wanderungen in die Höhe», sagte Othmar Lang, der für die Streckenführung verantwortlich war. «Ausserdem habe ich immer zwei Varianten zur Auswahl. So können wir ausweichen, falls Schnee liegt und einzelne Strassen nicht begehbar sind.»

Wer eine Karte mit Auszeichnung gelöst hat, darf sich am Schluss eine Medaille auslesen
10 Bilder
In der Mehrzweckhalle stärken sich die Wanderer beim Mittagessen
Rolf Senn ist als Präsident der Wandergruppe Hirschthal auch für die Organisation der Winterwanderung verantwortlich
Kinder dürfen sich als Auszeichnung ein Plüschtier aussuchen
In der Gruppe macht das Wandern noch mehr Spass
Im Andenk- und Nachweisheft gibts für jeden Marsch einen Stempel
Fröhlich macht sich eine Gruppe auf den Weg
Beim Ziel gibt's einen Stempel ins Andenk- und Nachweisheft
Beim Start werden die Karten gelöst, danach geht es wahlweise auf die 6 oder 10 Kilometer lange Strecke
Den fleissigsten Gruppen winkt eine Speckseite als Preis

Wer eine Karte mit Auszeichnung gelöst hat, darf sich am Schluss eine Medaille auslesen

Sibylle Haltiner

Kampf gegen Mitgliederschwund

Über 350 Startkarten verkaufte die Wandergruppe bis Sonntagmittag. «Für eine Winterwanderung können wir zufrieden sein», meinte Präsident Rolf Senn. «Immer weniger Leute wollen etwas bezahlen, wenn sie wandern gehen. Viele Gruppen kämpfen sogar ums Überleben, auch die Überalterung ist ein Problem.» Die Wandergruppe Hirschthal gehört der Europäischen Volkssport Gesellschaft (EVG) an. Diese besteht unter anderem auch in Deutschland, Österreich, Schweden oder den Niederlanden. Daneben gibt es die internationale Vereinigung (IVV) mit Gruppen in der ganzen Welt. Auch untereinander werden die Anlässe besucht, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Ein Stempel ins Nachweisheft

Für den Starteinsatz von vier Franken pro Runde bekommen die Wanderer einen Eintrag mit Stempel in ihr Andenken- und Nachweisheft. Wer zwölf Franken zahlt, darf sich eine Medaille aussuchen, Kinder können sich auch für ein Plüschtier entscheiden. Ausserdem werden Punkte gutgeschrieben, und zwar nicht nur dem Wanderer persönlich, sondern auch dem Verein, die Hirschthaler gewannen schon zwei Mal die schweizweite Wertung. Deshalb machten sich viele Wanderer nach einem Zwischenstopp in der Mehrzweckhalle, der nicht nur der Verpflegung diente, sondern auch für ein gemütliches Zusammensitzen genutzt wurde, nochmals auf eine weitere Runde.

Einen halben Punkt gibt es für sechs zurückgelegte Kilometer, zehn Kilometer sind einen ganzen wert. Zwar wird erst am Jahresende abgerechnet, als Zwischenanreiz winkten den fleissigsten Gruppen aber drei Speckseiten.