Im Aarauer Rathaus sind bis gestern Donnerstag 4741 Stimmcouverts eingegangen. Das entspricht einer Stimmbeteiligung von 34 Prozent. Dieser Wert ist leicht tiefer als sonst dieses Jahr – vielleicht weil am Wochenende keine nationale Abstimmung stattfindet. Dafür eine der spannendsten Wahlen, welche die Kantonshauptstadt je erlebt hat. Wie die beiden Kandidaten um jede Stimme kämpfen, lesen Sie hier.

Zusammen mit einem Göttibuben, der Musik machte, hat Siegenthaler am Mittwochmorgen am Bahnhof Aarau um Stimmen gekämpft. Er sagt: «Ich habe ein gutes Gefühl. Es ist ein Kopf an Kopf-Rennen. Jede Stimme zählt.» Er spüre eine grosse Unterstützung. Was läuft nun noch bis Sonntag? «Jetzt geht es um die direkte Ansprache: Wir motivieren die Leute, dass sie und ihr persönliches Umfeld auch wirklich wählen. Das geschieht vor allem über Facebook und das persönliche Gespräch. Ich werde zudem in den Quartieren nochmals präsent sein und mit den Wählern sprechen.»

Daniel Siegenthaler (54, SP), bisher Einwohnerrat

Zusammen mit einem Göttibuben, der Musik machte, hat Siegenthaler am Mittwochmorgen am Bahnhof Aarau um Stimmen gekämpft. Er sagt: «Ich habe ein gutes Gefühl. Es ist ein Kopf an Kopf-Rennen. Jede Stimme zählt.» Er spüre eine grosse Unterstützung. Was läuft nun noch bis Sonntag? «Jetzt geht es um die direkte Ansprache: Wir motivieren die Leute, dass sie und ihr persönliches Umfeld auch wirklich wählen. Das geschieht vor allem über Facebook und das persönliche Gespräch. Ich werde zudem in den Quartieren nochmals präsent sein und mit den Wählern sprechen.»

Wie sein linker Mitbewerber sprach auch Hanspeter Hilfiker gestern beim Bahnhof Aarau potenzielle Wähler an. Am Samstagmorgen wird er letztes Mal an der Igelweid präsent sein. «Um 12 Uhr ist der Wahlkampf dann fertig», erklärt der Freisinnige. Und dann beginnt die Abräumarbeit. Am Samstagnachmittag und am Sonntagmorgen wird Hilfiker zusammen mit seinem Team die ersten Plakate demontieren. Das Wahlergebnis dürfte am Sonntag am Mittag bereits vorliegen. Hilfikers Gefühl: «Ich gehe davon aus, dass es knapp wird.» Eine Rolle spiele sicher auch die Höhe der Stimmbeteiligung.

Hanspeter Hilfiker (52, FDP), bisher Stadtrat

Wie sein linker Mitbewerber sprach auch Hanspeter Hilfiker gestern beim Bahnhof Aarau potenzielle Wähler an. Am Samstagmorgen wird er letztes Mal an der Igelweid präsent sein. «Um 12 Uhr ist der Wahlkampf dann fertig», erklärt der Freisinnige. Und dann beginnt die Abräumarbeit. Am Samstagnachmittag und am Sonntagmorgen wird Hilfiker zusammen mit seinem Team die ersten Plakate demontieren. Das Wahlergebnis dürfte am Sonntag am Mittag bereits vorliegen. Hilfikers Gefühl: «Ich gehe davon aus, dass es knapp wird.» Eine Rolle spiele sicher auch die Höhe der Stimmbeteiligung.

Die weiteren wichtigen Wahlen und Abstimmungen vom Sonntag:

  • In Aarau, Buchs und Lenzburg finden Einwohnerratswahlen statt. 379 Männer und Frauen bewerben sich im die insgesamt 130 Sitze. In Aarau hoffen die Bürgerlichen die hauchdünne Mitte-Links-Mehrheit zu knacken.
  • In Seon und Menziken finden Ausstiche um den Gemeindeammann statt. In Seon droht den Freisinnigen eine Niederlage: Ihr Kandidat Erich Lüdi lag im ersten Wahlgang hinter dem SVP-Mann Hans Peter Dössegger. Es geht um die Nachfolge von Heinz Bürki (FDP).
  • Anders in Menziken: Dort machte Erich Bruderer (FDP) mehr Stimmen als der SVP-Kandidat Hans Heinrich Leuzinger. Es geht um die Nachfolge von Annette Heuberger (parteilos).
  • In Leutwil wurde Walter Scheurer am 24. September nicht mehr als Ammann bestätigt. Monika Müller-Gloor und Rudolf Hirt möchten ihn beerben.
  • Besonders schmutzig ist der Wahlkampf in Hendschiken. Mit anonymen Flugblättern wird versucht, die Frau zu diskreditieren. Sabina Vögtli-Fischer (SP), die einzige wiedergewählte Gemeinderätin, tritt gegen SVP-Ortsparteipräsident Bruno Steiner an (siehe unten).
  • In Hunzenschwil scheint das Amt des Vizeammanns besonders prestigeträchtig zu sein: Es bewerben sich Urs Gall (FDP) und Robert Hochstrasser (SVP) – sie lagen im ersten Wahlgang nur zwei Stimmen auseinander.
  • In Küttigen, Boniswil, Egliswil und Seengen finden noch zweite Wahlgänge der Gemeinderatswahlen statt. In Küttigen startet ein SVP-Mann aus der Poleposition, in Boniswil eine parteilose Frau und in Seengen ein Sozialdemokrat. Überall sind die Abstände allerdings gering.

Am Super-Sonntag wird nicht nur gewählt, sondern auch abgestimmt:

  • In Reitnau und Attelwil geht es darum, ob die beiden Gemeinden fusionieren sollen. Während die Zustimmung in Reitnau als sicher gilt, ist der Abstimmungsausgang in Attelwil, der siebentkleinsten Aargauer Gemeinde, völlig offen.
  • In Aarau wird über eine Volksinitiative der SP abgestimmt. «Raum für alle» will, dass die Stadt eine aktive Wohn- und Gewerbebaupolitik betreibt. Das lehnen die bürgerlichen Parteien und der Stadtrat ab. Ebenfalls in Aarau geht es darum, ob der Stadtrat künftig für Einbürgerungen zuständig sein soll. In Buchs, Lenzburg und Aarau befindet der Souverän über das Budget 2018 und die entsprechenden Steuerfüsse.