Wahlsonntag
Wahlen im Westaargau: Das sind die Sieger und die Verlierer

Sehen Sie in den Galerien, wer sich am letzten Wahlsonntag besonders freuen konnte und wer Niederlagen verkraften musste.

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Das sind die Sieger und Verlierer der Wahlen: Suzanne Marclay-Merz, Susanne Hochuli, Daniel Marti, Colette Truttmann konnten Gewinne verzeichnen. Beatrice Burgherr, Daniel Lüem, Silvia Dell’Aquila und Kurt Strittmatter mussten hingegen mit Niederlage klar kommen.

Das sind die Sieger und Verlierer der Wahlen: Suzanne Marclay-Merz, Susanne Hochuli, Daniel Marti, Colette Truttmann konnten Gewinne verzeichnen. Beatrice Burgherr, Daniel Lüem, Silvia Dell’Aquila und Kurt Strittmatter mussten hingegen mit Niederlage klar kommen.

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Die Sieger:

Susanne Hochuli (52, Grüne) Reitnau Die alt Regierungsrätin zog in Reitnau die Fäden Nein: Susanne Hochuli stand nicht zur Wahl. Aber die ehemalige Regierungsrätin hat sich aktiv in die Wahlen eingemischt, ein Unterstützungskomitee gegründet und für eine Auswahl gesorgt. Ihre beiden Männer schafften die Wahl, Peter Hochuli (49, SVP) sogar ein Comeback. Der Landwirt gehörte schon zwischen 2002 und 2014 dem Gemeinderat an.
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Daniel Marti (29, CVP) Rupperswil Der einzige Herausforderer, der es schaffte: In diversen Gemeinden (etwa Buchs und Beinwil am See) traten Kandidaten gegen fünf Bisherige an. Ein einziger hat es geschafft: der Elektromonteur und Kompanie-Kommandant Daniel Marti. Und das als CVP-Mann in einer Gemeinde, die alles andere als CVP ist. Der junge Marti hat mit seinem unkonventionellen Auftreten überzeugt.
Colette Truttmann (33, parteilos) Densbüren Die Neuzuzügerin überholt zwei Alteingesessene: Sie ist der Beweis dafür, dass man nicht Jahrzehnte in einem Dorf verbringen muss, um Rückhalt zu haben: In Densbüren wurde Colette Truttmann (33) in den Gemeinderat gewählt. Obwohl sie erst seit zwei Jahren im Dorf wohnt. Und obwohl – abgesehen von vier Bisherigen – noch zwei alteingesessene Asper mit ihr um einen Sitz kämpften.
Suzanne Marclay-Merz (44, FDP) Aarau Die Parteipräsidentin rettet den zweiten FDP-Sitz: Sie gehörte noch nie einem Parlament an. Und sie ist auch keine Ur-Aarauerin. Trotzdem hat es die politischer Quereinsteigerin Suzanne Marclay-Merz geschafft, für die FDP den zweiten Sitz im Stadtrat zu verteidigen. Offensichtlich ist sie eine gute Wahlkämpferin – was sie im letzten Herbst bereits bei den Grossratswahlen bewiesen hat.

Susanne Hochuli (52, Grüne) Reitnau Die alt Regierungsrätin zog in Reitnau die Fäden Nein: Susanne Hochuli stand nicht zur Wahl. Aber die ehemalige Regierungsrätin hat sich aktiv in die Wahlen eingemischt, ein Unterstützungskomitee gegründet und für eine Auswahl gesorgt. Ihre beiden Männer schafften die Wahl, Peter Hochuli (49, SVP) sogar ein Comeback. Der Landwirt gehörte schon zwischen 2002 und 2014 dem Gemeinderat an.

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Die Verlierer:

Kurt Strittmatter (73, FDP) Kirchleerau Kein Glück für den Ältesten und den Jüngsten: Zwischen ihnen lagen 50 Jahre: Kurt Strittmatter (73), der Mann mit der Fliege, dem Porsche und den Pferden, wäre gerne in Kirchleerau für die FDP Gemeinderat geworden. Er verfehlte sein Ziel ebenso klar wie wie Timon Gischig (23) in Möriken-Wildegg. Der E-Commerce-Manager verpasste die Wahl um 302 Stimmen.
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Daniel Lüem (50, FDP) Hendschiken Das abrupte Ende einer langen politischen Karriere: Er wusste schon vor dem gestrigen Sonntag, wie es ist, abgewählt zu werden: Der damalige Grossrat Daniel Lüem (50, FDP) schaffte 2005 den Sprung in den (verkleinerten) Grossen Rat nicht mehr. Später konnte er dann wieder nachrutschen. Als Gemeinderammann schien er stets ungefährdet zu sein – bis gestern – nach 20 Jahren!
Beatrice Burgherr (57, SP), Lenzburg Quereinsteigern Beatrice Burgherr stach nicht: Taktisch war es ein kluges Manöver der Lenzburger SP: Nachdem FDP und GLP mit Andreas Schmid und Beat Hiller zwei Männer für den Stadtrat auf den Schild hoben, brachte die wählerstärkste Partei der letzten Grossratswahlen mit Beatrice Burgherr, Präsidentin der Kulturkommission, eine Frau ins Spiel. Vergeblich, am Schluss triumphiert der junge Schmid.
Silvia Dell’Aquila (41, Komitee «Für unser Aarau») Alles auf eine Karte gesetzt – und alles verloren: Silvia Dell’Aquila wusste, dass sie sich in ihrer eigenen Partei mit ihrer faktisch wilden Kandidatur wenig Freunde schafft. Aber sie wagte es trotzdem: Als erste Seconda und erste bekennende Homosexuelle schaffte sie es fast in den Stadtrat. Doch am Schluss hatte sie doch zu wenig Support von den Leuten, für die sie steht.
Michelle Rütti (32), Vizepräsidentin der SVP Aargau SVP-Vizepräsidentin Rütti scheitert gleich zweimal: Sie wollte hoch hinaus und ist tief gefallen: Michelle Rütti (32), Vizepräsidentin der SVP Aargau. Die ambitionierte Politikerin kandidierte in Meisterschwanden gleichzeitig für Gemeinderat und Schulpflege. Das sorgte im Wahlkampf für Zündstoff und entzweite die Ortsparteien SVP und FDP. Am Wahlsonntag kommt es für Michelle Rütti nun knüppeldick: Letzter Platz bei den Wahlen in den Gemeinderat, letzter Platz bei der Schulpflege – zweimal nicht gewählt. «Ich bin überrascht und etwas enttäuscht», sagt Michelle Rütti nach dem gemeinsamen Bräteln mit SVP-Kollegen in Tennwil.

Kurt Strittmatter (73, FDP) Kirchleerau Kein Glück für den Ältesten und den Jüngsten: Zwischen ihnen lagen 50 Jahre: Kurt Strittmatter (73), der Mann mit der Fliege, dem Porsche und den Pferden, wäre gerne in Kirchleerau für die FDP Gemeinderat geworden. Er verfehlte sein Ziel ebenso klar wie wie Timon Gischig (23) in Möriken-Wildegg. Der E-Commerce-Manager verpasste die Wahl um 302 Stimmen.

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