Schnell noch die Haare flechten, die passenden Turnschläppchen zusammensuchen und einen Klecks Sonnencreme ins Gesicht - dann gehts los: Der Vorhang öffnet sich, die 16 Artisten vom Aarauer «Kinder- und Jugend-Circus Aarcus» dürfen nach zwei Jahren hartem Training erstmals öffentlich ihre neun Nummern präsentieren. Nicht auf Sägemehl im abgedunkelten Zelt, sondern mitten in der Stadt, in der Pflasterstein-Manege in der Igelweid.

Die Kinder meistern ihre Premiere mit Bravour: Sie lassen die Hulahup-Reifen tanzen, balancieren vorsichtig über ein Stahlseil, vorwärts und rückwärts, und - um den Schwierigkeitsgrad zu steigern - gar mit einem kreisenden Reifen am Arm. Der Zauberer mit Zylinder lässt die Seile kürzer und länger werden, die Jongleure die Bälle und Diabolos fliegen und die Bodenturnerinnen schlagen aneinandergeklammert und aufeinander Brücken und Räder. Nervenkitzel bietet die Leiterakrobatik; Sprosse für Sprosse steigen die Akrobatinnen höher, weitere kommen dazu und am Schluss sind die beiden Leitern voller Kinder. Ein schönes Bild, das Publikum ist begeistert.

Kollekte für Luftakrobatik

Den Aarauer «Kinder- und Jugend-Circus Aarcus» gibt es seit zwei Jahren. Die beiden Gründer, Fabian Hossli Heinzer und Regula Heinzer vom «Duo Pass», haben den Traum, einen Kinderzirkus aufzuziehen, lange gehegt. «Ich habe 20 Jahre lang Kinderzirkusprojekte durchgeführt und wollte immer unbedingt eine eigene Zirkusschule führen», sagt Fabian Hossli Heinzer.

Mit den Kollekten wollen sich die jungen Artisten einen lang gehegten Traum erfüllen: eine Aufhängung für ein Trapez oder ein Vertikaltuch. «So könnten wir endlich Nummern mit Luftakrobatik einstudieren», sagt Fabian Hossli Heinzer.
Vorführungen Mittwoch, 25. Mai, in der Igelweid Aarau. Jeweils 14.30, 15.30 und 16.30 Uhr. Bei Regen finden die Aufführungen nicht statt.