Gränichen
Vor dem Hexenmuseum bildete sich eine lange Schlange

Am Sonntag wurde das Hexenmuseum auf Schloss Liebegg in Gränichen offiziell eröffnet. Der Ansturm war gross.

Kelly Spielmann
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Die Schlange vor dem Schloss wurde immer länger.

Die Schlange vor dem Schloss wurde immer länger.

Kelly Spielmann

Alle Parkplätze besetzt, eine riesige Menschentraube vor dem Eingang und keine Plastikbecher mehr: Mit einem solch grossen Ansturm hatten die Veranstalter für die offizielle Eröffnung des Hexenmuseums, die am Sonntag auf Schloss Liebegg in Gränichen stattgefunden hat, nicht gerechnet.

«Im Vorverkauf haben wir 60 Tickets verkauft», erklärte Christoph Meier, Co-Leiter des Museums. «Aber das sind definitiv einige Besucher mehr», ergänzte er mit einem staunenden Blick in die Menschenmenge. Man habe zwar mit einem grossen Ansturm gerechnet, aber es sei doch überraschend, wie viele Leute tatsächlich erschienen seien.

Auch Ehefrau und Gründerin Wicca Meier-Spring freute sich über die zahlreichen Besucher und wandte sich mit einer Ansprache an die Gäste. «Vor einer Woche konnte man sich noch kaum vorstellen, dass hier heute ein fertiges Museum zu finden ist», sagte sie lachend. «Doch dank vieler Nachtschichten haben wir es geschafft», schob sie mit erleichterter Stimme nach. Erleichterung herrschte aber nicht nur, weil das Museum vollendet seine Tore öffnen konnte, sondern auch, weil sich am Eröffnungstag keine Museumskritiker einmischten.

Eröffnung des Hexenmuseums auf dem Schloss Liebegg 23. März 2018
22 Bilder
Eine furchteinflössendes Exponat, das das Schicksal der Hexen thematisiert.
Menschlicher Schädel mit auf der Kalotte geritzter als Palindrom zu lesende Sator-Formel.
Eröffnung des Hexenmuseums auf dem Schloss Liebegg.
Eröffnung des Hexenmuseums auf dem Schloss Liebegg.
Eröffnung des Hexenmuseums auf dem Schloss Liebegg.
Wicca Meier-Spring an der Eröffnung des Hexenmuseums auf dem Schlosss Liebegg in Gränichen.
Eröffnung des Hexenmuseums auf dem Schloss Liebegg.
Eröffnung des Hexenmuseums auf dem Schloss Liebegg.
Eröffnung des Hexenmuseums auf dem Schloss Liebegg.
Eröffnung des Hexenmuseums auf dem Schloss Liebegg.
Hier können sich die Besucher Tarotkarten legen lassen.
Eröffnung des Hexenmuseums auf dem Schloss Liebegg.
Eröffnung des Hexenmuseums auf dem Schloss Liebegg.
Eröffnung des Hexenmuseums auf dem Schloss Liebegg
Wicca Meier-Spring an der Eröffnung des Hexenmuseums
Ein Dudelsackspieler der Dreadpiper von Rosengarten spielt an der Eröffnung des Hexenmuseums.
Die Autorin Monika Mansour spricht an der Eröffnung des Hexenmuseums.
Eröffnung des Hexenmuseums auf dem Schloss Liebegg.
Mit diesen Richtschwertern (ca. um 1700) wurden früher Menschen hingerichtet, was durch DNA-Blutrückstände bewiesen wurde.
Eröffnung des Hexenmuseums auf dem Schloss Liebegg.
Eröffnung des Hexenmuseums auf dem Schloss Liebegg.

Eröffnung des Hexenmuseums auf dem Schloss Liebegg 23. März 2018

SEVERIN BIGLER

Letzte Woche noch beteten religiöse Fundamentalisten gegen die Eröffnung des Hexenmuseums. Doch diese blieben – wie bereits bei der Voreröffnung vom letzten Donnerstag – dem Schloss und den zahlreichen interessierten Besuchern gestern fern. So konnte der erste, öffentliche Gang durch die Ausstellung in friedlicher Atmosphäre beginnen – jedoch nur etappenweise, denn für einen gleichzeitigen Einlass aller Besucher waren zu viele Gäste anwesend.

Rund eine Stunde nach Eröffnung strömten die Besucher noch immer scharenweise ins Schloss – die Schlange vor der Ausstellung wurde immer länger. Doch trotz der unerwartet vielen am Hexenthema Interessierten blieben die Veranstalter ruhig und lösten die entstandenen Probleme sofort: Parkiert wurde am Strassenrand, Christoph Meier organisierte mehr Plastikbecher und die Besucher konnten wieder mit Met und Bier versorgt werden. Um die Wartezeit zu verkürzen, wurden die wartenden Gäste im sonnigen Schlosshof von der Band «Red Shamrock» mit keltischen Folk-Klängen unterhalten.