Aarau
Vom Passbüro-Chaos zum kleinen Weltrekord

Bei der Einführung der biometrischen Pässe vor zweieinhalb Jahren war das Passbüro hoffnungslos überlastet. Jetzt bekommt es viel Lob. Die Beamten im Passbüro freut das sehr.

Claudia Landolt
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Junge Frau bei der Erfassung der biometrischen Daten. Alex Spichale

Junge Frau bei der Erfassung der biometrischen Daten. Alex Spichale

Ein Journalist des «Tages Anzeigers» schreibt eine Lobeshymne über das Büro, das die roten Büchlein herausgibt. Den Passbüroleiter Marcel Wüest in Aarau freuts.

«Das Amt, das am schnellsten einen neuen Pass ausstellt, arbeitet im Kanton Aargau», steht im Titel einer hübschen kleinen Geschichte, die Balsam auf den wunden der vom grossen Nachbarkanton so oft gebeutelten Seele ist.

Ein Journalist, der nach Niger reisen muss und feststellt, dass sein Pass abgelaufen ist, wird vom Passbüro in Aarau so zuvorkommend behandelt, wie man es sich nicht von allen Amtsstuben gewohnt ist. Zuerst heisst es, sieben Tage brauche man, bis ein neuer Pass ausgestellt wird. Dann erhält man einen Expresstermin, wird persönlich betreut, der Leiter der Abteilung, Marcel Wüest, bemüht sich höchstpersönlich – und nicht etwa, weil es ein Journalist und damit indirekt ein Meinungsmacher ist, der einen amtlichen Ausweis braucht, nein, auf Anfrage erklärt der Leiter: «Es freut mich einfach, wenn alles rund läuft.» Stehen viele Passanträge an, macht man auch mal Überstunden – ohne Murren, versteht sich.

Marcel Wüest ist so, wie seine Stimme im Artikel beschrieben wird: schneidig, freundlich und stolz. Er leitet jenes Passamt, das jemandem in 66 Stunden und 25 Minuten zu einem Pass verhalf. Für ihn selbstverständlich: «Wir sind ein Team, und wir ziehen alle am selben Strick.» Die Reorganisation nach dem harzigen Start hat Früchte getragen.