Stadtratswahlen

«Völlig unschweizerisch»: SVP-Kandidat greift Aarauer Linke an

Stadtratskandidat Simon Burger (l.) mit SVP-Präsident Marc Bonorand am Donnerstag auf dem Binzenhof.

Stadtratskandidat Simon Burger (l.) mit SVP-Präsident Marc Bonorand am Donnerstag auf dem Binzenhof.

Die SVP Aarau-Rohr muss bei den Stadtratswahlen ihre nicht mehr wiederkandidierende Regina Jäggi (60), die ehemalige Frau Gemeindeammann von Rohr, ersetzen.

Das ist kein leichtes Unterfangen, hat es doch der Aarauer Teil der SVP seit dem Rücktritt von Stadtrat Hans-Peter Mueller Ende 2001 nie mehr geschafft, einen Kandidaten durchzubringen.

Der leitende Staatsanwalt Simon Burger (42) soll jetzt für die Partei die Kohlen aus dem Feuer holen. Beim Wahlkampfauftakt am Donnerstag im Binzenhof machte er klar, worum es geht: «Das Ziel muss es doch sein, dass alle massgeblichen Kräfte im Stadtrat vertreten sind.» Nur so könnten Lösungen gefunden werden, die auch in der Bevölkerung auf breite Zustimmung stiessen.

«Das, was der SP vorschwebt, ist alles andere als ausgewogen und völlig unschweizerisch. Das ist ideologisch gefärbte Machtpolitik», erklärte Burger. Er spielte darauf an, dass die SP im Stadtrat eine Wende will. «Was die Linke da will, ist alles andere als ‹Mitte-Links›. Die Linke will eine rein linke Stadtregierung.» In Burgers Augen wären, sollte die SP durchdringen, fünf Stadträte links. SVP, FDP und CVP, welche zusammen fast 50 Prozent der Bevölkerung repräsentieren, würden «als Alibi noch 2 von 7 zugestanden».(uhg)

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