Aarau

Viele neue Starter beim Aargauischen Rennverein

War «die Stimme» an den Renntagen und 22 Jahre lang im Vorstand des Aargauischen Rennvereins: Ruedi Vorburger (M.) wurde an der Generalversammlung im Schachen von Präsident Bruno Vogel und Geschäftsführerin Béatrice Kovacs verabschiedet.

War «die Stimme» an den Renntagen und 22 Jahre lang im Vorstand des Aargauischen Rennvereins: Ruedi Vorburger (M.) wurde an der Generalversammlung im Schachen von Präsident Bruno Vogel und Geschäftsführerin Béatrice Kovacs verabschiedet.

Max Suter ersetzt Ruedi Vorburger als Siegerehrung-Speaker.

Der Aargauische Renneverein (ARV) hat die mageren Zeiten weit hinter sich. Er ist gut aufgestellt. Davon konnten die 116 Personen, die an der 97. Generalversammlung teilnahmen, erfreut Kenntnis nehmen. Und sie bekamen die eine oder andere Information, die durchaus etwas Gesprächspotenzial hat. So wurde bekannt, dass der Aarauer «Schützen» nach einer gefühlten Ewigkeit Ende 2019 als Rennbahn-Wirt abtreten wird. «Es gibt bereits Interessenten für die Nachfolge», erklärte ARV-Präsident Bruno Vogel. Erste Gespräche seien geführt worden.

Reto Fischer neuer Medienchef

Im zwölfköpfigen Vorstand gab es vier Vakanzen. Bereits vor einem Jahr machte Hans-Peter Zubler einen Abgang als Bahnchef. An der Generalversammlung geehrt und zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden die zurücktretenden Andreas Marti (ab 2008 Bauchef), Nicole Payllier (ab 2012 Galopp-Vertreterin) und Ruedi Vorburger (ab 1997 Medienchef).

Sie werden ersetzt durch Niels Hansen (Bahnchef, Aarau), Domenico Parini (Bauchef, Aarau) Michael Huber (Vertretung Galopp, Unterkulm) und Reto Fischer (Medienchef, Buchs).

«Speaker mit Kultstatus»

Für Ruedi «Vorbi» Vorburger braucht es zwei Nachfolger. Beide sind auch als Einwohnerräte bekannt: Reto Fischer nimmt als Medienchef Einsitz im Vorstand. Nicht Teil dieses Gremiums wird Max Suter (Aarau), der von Vorburger die Funktion als Speaker bei Siegerehrungen übernimmt – allerdings erst ab den Herbstrennen – 25. August und 8. September.

An den Frühlingsrennen (12. und 19. Mai – wegen des Eidgenössischen Turnfests nur eine Woche Unterbruch) wird «Vorbi» noch mit dem Mikrofon im Einsatz sein und Suter anlernen. Letzterer bringt, sowohl was den Einsatz mit dem Mikro (als Polizeisprecher) als auch die Nähe zu den Rennpferden (als regelmässiger Besucher im Schachen) betrifft, einige Erfahrung mit.

Präsident Vogel erklärte an der GV, mit dem Rücktritt von Ruedi Vorburger gehe im Schachen eine Ära zu Ende. «Als Speaker der Siegerehrungen hatte er Kultstatus.» Und: «Wer die Aarauer Rennbahn kennt, kennt Vorbi.»

Sehr viele Fremdvermietungen

Der Rennverein hat 510 Mitglieder (Vorjahr 522). Das letzte Jahr war sehr erfolgreich. «Wir hatten vier tolle Renntage. Der zweite Herbstrenntag war sogar optimal», erklärte Präsident Vogel. Insgesamt kamen 29 000 Zuschauer. Der Wettumsatz lag bei 325 000 Franken. «Der Rennverein ist generell gut aufgestellt», betonte Vogel. «Aber wir sind nicht ohne Sorgen.» Einerseits werde die Sponsorensuche immer anspruchsvoller, andererseits seien die Felder an den Galopp-Rennen immer kleiner.

Finanzchef und Vize-Präsident Karl Säuberli wies darauf hin, dass der Rennverein vor zwanzig Jahren ein Sanierungsfall gewesen sei. Heute habe man die Finanzen gut im Griff. Nicht zuletzt dank des wichtigsten Sponsors, dem Turf Club (Präsident Peter Forster).

Äusserst erfreulich entwickelten sich die Fremdvermietungen der Anlage im Schachen. Erstmals in der Geschichte des ARV konnten 2018 mit 211 149 Franken über 200 000 Franken eingenommen werden. Langsam sei hier aber wohl der Plafond erreicht, erklärte Finanzchef Säuberli. Das Budget 2019 des ARV entspricht in etwa demjenigen des Jahres 2018.

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Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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