Buchs ist, was die Leerwohnungen anbetrifft, nicht mehr kantonsweit die Nummer 1. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Wohnungen, die auf einen Mieter oder einen Käufer warten, von 293 auf 185 (Stand 1. Juni). Neuer Leader im Raum Aargau West ist Gränichen mit 228 leeren Wohnungen (Vorjahr 206) – und dort wird intensiv weitergebaut. Gränichen belegt kantonsweit Rang 3 (hinter Oftringen und Wohlen). Für viele Beobachter überraschend ist der angesichts der grossen Bautätigkeit relativ kleine Leerwohnungsbestand von Suhr: 69 Wohnungen (Vorjahr 36).

Im ganzen Aargau standen bei der jüngsten Zählung 8437 Wohnungen leer – so viele wie noch nie. Die Leerwohnungsziffer dürfte 2,6 Prozent betragen (geschätzter Wert, die exakte Zahl gibts am 12. September). Das heisst, etwa jede vierzigste Wohnung wurde nicht genutzt. Laut Experten hat der hohe Wert zwei Ursachen: Einerseits das etwas gebremste Bevölkerungswachstum, anderseits die nach wie vor relativ hohe Bautätigkeit (verursacht durch die tiefen Zinsen).

Staufen steht relativ gut da

In den nationalen Medien wird immer wieder das grosse Bauvolumen in Staufen als abschreckendes Beispiel dargestellt: Die dortigen Leerwohnungszahlen sind allerdings nicht wahnsinnig hoch. Bei der letzten Zählung warteten 51 Wohnungen (davon drei Einfamilienhäuser) auf eine Nutzung. Im Vorjahr war es mit 56 sogar noch etwas mehr.

Sehr bemerkenswert ist auch die Entwicklung in Hunzenschwil: 2016 standen dort 162 Wohnungen leer (Leerwohnungsziffer 9,25). 2017 waren es noch 44, jetzt sind es wieder 60.

Wie ist die Entwicklung in den grossen Städten? Rückläufig (siehe Tabellen). Im Fall von Aarau ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich das Aeschbach-Areal (167 Wohnungen) im Zeitpunkt der Erhebung noch im Bau befand.

367 leer in Reinach-Menziken

Eher beunruhigend ist der Trend im oberen Wynental: Während in Menziken die Zahl der leeren Wohnungen von 169 auf 224 stieg, ging sie in Reinach von 164 auf 143 leicht zurück. In Gontenschwil stieg sie von 25 auf 38.

Im Suhrental haben potenzielle Mieter in Schöftland (153 leere Wohnungen, plus 6) und in Muhen (118 plus 44) die grosse Auswahl. In Oberentfelden ist sich der «Römerpark» nach und nach am Füllen: Darum sank der Leerwohnungsbestand leicht auf 145.

Wie sieht es in den Steuerparadiesen Meisterschwanden und Seengen aus? In Meisterschwanden warten 13 Wohnungen auf Mieter oder Käufer (davon 4 Einfamilienhäuser). Im Vorjahr waren es mit 12 praktisch gleich viele. In Seengen stieg der Leerwohnungsbestand dagegen von 36 auf 42 (davon 5 Einfamilienhäuser).

Und in den Steuerhöllen Hendschiken und Uerkheim (je Steuerfuss 125)? In Hendschiken standen 21 Wohnungen (Vorjahr 8) leer, in Uerkheim 16 (14).