Wer erwartet hatte, das kürzlich angekündigte Projekt für eine kantonale Grossunterkunft für Asylsuchende im Gebiet Ritzer gebe an der Küttiger Gemeindeversammlung viel zu reden, lag falsch. Es gab dazu am Mittwochabend keinerlei Wortmeldungen, keinerlei Kritik. Einzig Gemeindeammann Tobias Leuthard brachte nochmals die Skepsis des Gemeinderates zum Ausdruck. Er sagte: «Zum jetzigen Zeitpunkt ist unsere Einschätzung eher kritisch.»

Die Küttiger Oberstufenschüler gehen definitiv ab Schuljahr 2019/20 formell in die «Kreisschule Aarau-Buchs». Dem entsprechenden Schulvertrag stimmten die Stimmbürger – 143 von total 4250 waren anwesend (Stimmbeteiligung 3,4 %) – diskussionslos zu. Auch die Bibersteiner haben schon Ja gesagt. Das Küttiger Schulhaus «Auf Stock» wird von der Kreisschule für fünf bis acht Jahre als eigener Oberstufenstandort (Sek und Real) betrieben.

Genehmigt haben die Stimmbürger auch einen Kredit für Sanierungs- und Erneuerungsmassnahmen am «Spittel» in der Höhe von 450'000 Franken.

Das Budget 2019 mit einem unveränderten Steuerfuss von 100 Prozent wurde ebenfalls vom Souverän abgesegnet. Durchgewinkt wurde die Kreditabrechnung für das Kunstrasenspielfeld im Ritzer: Der Kredit von 1,6 Millionen Franken wurde bei Kosten von 1'065'135 Franken deutlich unterschritten. Das gilt nicht für die Kreditabrechnung «Radstreifen Bibersteinerstrasse», wo der ursprüngliche Kredit über 291 000 Franken aufgrund von mehrfachen Anpassungen des Projekts – unter anderem wegen Einwendungen – mehrfach erhöht werden musste, sodass am Ende fast doppelt so viel Geld ausgegeben wurde. Eingebürgert wurden zudem 16 Personen. (nro)