IBAarau/Eniwa
Verwaltungsrat fliegt für Workshop nach Island

Der Verwaltungsrat der IBAarau (neu: Eniwa) reiste für einen "Workshop Geothermie" letztes Jahr nach Island. Zu Details wie etwa den Kosten gab es auf Anfrage keine Auskunft.

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Die Leitung der IBAarau (Eniwa) zeigt an der GV Bilder vom Workshop in Island.

Die Leitung der IBAarau (Eniwa) zeigt an der GV Bilder vom Workshop in Island.

AZ

Die Schweiz hat bis jetzt mit Versuchen, sich die Geothermie zunutze zu machen, eher schlechte Erfahrungen gemacht. Man erinnere sich nur an die Probleme in St.Gallen und Basel (Erdbeben). Der Raum Aarau ist nicht als für Geothermie besonders geeignetes Gebiet bekannt. Dennoch wollte es der Verwaltungsrat der IBAarau (heute Eniwa) genau wissen.

Bekannt wurde das dank Bildern, die am Donnerstag an der Generalversammlung gezeigt wurden (Bild). Etwa von Lukas Pfisterer (damals FDP-Stadtrat und heute FDP-Kantonalpräsident) mit Helm oder von den dick eingehüllten Jolanda Urech (damals Verwaltungsratspräsidentin und SP-Stadtpräsidentin), Corina Eichenberger (Eniwa-Vizepräsidentin und FDP-Nationalrätin) und Hans-Kaspar Scherrer (CEO).

Der Verwaltungsrat jettete letztes Jahr für einen «Workshop Geothermie» nach Island. Ein Land, das den Ruf hat, eher teuer zu sein. Gerne würde die «Schweiz am Wochenende» darüber schreiben, von wann bis wann die Bildungsreise stattfand, was der genaue Grund dafür war, wer alles dabei war und ob die Verwaltungsräte eventuell einen Teil der Kosten selber übernommen haben.

Auf entsprechende Fragen gab es keine Antworten. Eniwa-Sprecherin Sandra Bläuer schreibt einzig: «Der VR-Workshop 2017 zum Thema Geothermie und erneuerbare Gase fand in Island statt. Details zu VR-Workshops werden nicht bekannt gegeben.»

Der Verwaltungsrat bezog letztes Jahr 249'000 Franken an Honoraren und Sitzungsgeldern (Vorjahr 233'000 Franken). Im West-Aargau ist der Strom nirgends so teuer wie in der Kantonshauptstadt und den 17 Gemeinden rund um Aarau, in denen die Eniwa Direktversorger ist. Vielleicht liegt es nicht nur daran, dass sie ausschliesslich erneuerbaren Strom liefert.