Oberentfelden

Verschalung der «Engel»-Scheune nimmt Druck weg

Die «Engel»-Scheune ist hinter einer Blechverschalung verschwunden.

Die «Engel»-Scheune ist hinter einer Blechverschalung verschwunden.

Wer durch das Zentrum von Oberentfelden fährt, kann es nicht übersehen: Das Gebäude neben dem Gasthof Engel, die «Engel»-Scheune», versteckt sich hinter einer Art Panzer, einem Baugerüst mit massiver Blechverschalung. Und das Trottoir zwischen «Engel» und Gemeindehaus ist nicht mehr passierbar. Man erinnert sich: Im Sommer legte die Gemeinde als Eigentümerin von Gasthof und Scheune ein Gesuch für einen Teilrückbau der Scheune auf. Ziel war es im Sinne einer möglichst kostengünstigen Lösung, das marode Dach zu entfernen und den Torso mit einem simplen Pultdach zu decken. Gegen das Rückbaugesuch gingen zwei Beschwerden ein, denen aber die nötige Legitimation abging.

Doch dann gab es Schwierigkeiten mit dem Kanton. Wegen des Umgebungsschutzes im Zusammenhang mit dem unter kantonalem Schutz stehenden Wirtshausschild wurde die Denkmalpflege aktiv. Der Gemeinde sind so einstweilen die Hände gebunden. Um jegliches Risiko auszuschliessen, hiess es daher Anfang Oktober, es werde ein Teil des Trottoirs abgesperrt. Im Juli hatte der Bauverwalter eine solche Massnahme noch als unnötig bezeichnet. Damaliger Befund: Es bestehe zwar Handlungsbedarf, aber eine akute Einsturzgefahr liege nicht vor. Die aktuelle Lösung geht nun aber deutlich selbst über eine Absperrung hinaus. Dazu sagt Gemeindeschreiber Dario Steinmann auf Anfrage der AZ, es handle sich um eine Sicherungsmassnahme, die dazu dienen solle, «den Druck wegzunehmen», sodass man «in Ruhe einen Entscheid treffen» könne. Auf die Frage, ob das bedeute, dass die Lösung mit der Verschalung für längere Zeit Bestand haben könnte, antwortet Steinmann mit einem Ja.

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