FC Aarau
Verkehrs-Club will Stadion-Bewilligung nicht anfechten

Nach knapp zwei Jahren scheint der Weg für das neue Stadion des FC Aarau tatsächlich frei. In einer ersten Reaktion stellt der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) in Aussicht, die am Montag erteilte Baubewilligung des Stadtrats nicht anzufechten.

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«Der VCS hatte nie etwas gegen das Fussballstadion, es ging ihm immer nur um die Problematik der Mantelnutzungen», teilt der Verband am Montagabend mit.

«Der VCS hatte nie etwas gegen das Fussballstadion, es ging ihm immer nur um die Problematik der Mantelnutzungen», teilt der Verband am Montagabend mit.

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«Der VCS hatte nie etwas gegen das Fussballstadion, es ging ihm immer nur um die Problematik der Mantelnutzungen», teilt der Verband am Montagabend mit. Aufgrund der erreichten Verbesserungen für Umwelt, Nachbarschaft und Verkehr will der VCS keine Einsprache gegen die Baubewilligung machen, «wenn auch die Bauherrschaft sie akzeptiert». Eine entsprechende Einigung sollte laut VCS-Mitteilung noch diese Woche abgeschlossen werden können.

Der Verband hält fest: «Die der Stadt und der Bauherrschaft abgerungenen Massnahmen machen das Projekt wesentlich verträglicher für Nachbarschaft und Umwelt.» So habe man bereits 2010 erreicht, dass das Einkaufszentrum die in der Abstimmungsbotschaft genannten 11'000 Quadratmeter Verkaufsflächen tatsächlich einhalte. Zudem wurde eine Höchstzahl an Autofahrten festgeschrieben, die das ganze Gebiet Torfeld Süd erzeugen darf.

Auch die Verhandlungen über die Baubewilligung, die seit Anfang 2013 liefen, bezeichnet der VCS als zufriedenstellend. Mehrere wichtige Punkte seien nun in der Bewilligung festgeschrieben: Verbesserung der öV-Anbindung (Taktverdichtung, zusätzliche WSB-Haltestelle), Reduktion der Parkplatzzahlen in Berücksichtigung der Doppelnutzungen, saubere Zuordnung der Parkplätze zu den einzelnen Nutzungen, Bewirtschaftung der Parkplätze mit mindestens Fr. 1.50 ab der ersten Minute, attraktiver Hauslieferdienst, der aktiv beworben werden muss, genügend Veloabstellplätze und Massnahmen gegen den Schleich- und Suchverkehr

Zudem wurde die Höchstzahl für die Autofahrten in der Baubewilligung konkretisiert: Werden die Fahrtenzahlen überschritten, muss der Stadtrat die Parkplatzbewirtschaftung verschärfen. Gegenüber den ursprünglichen Plänen werden so laut VCS 2000 bis 4000 Fahrten pro Tag vermieden. «Erfreulich ist die Verkehrsreduktion auch für die Nachbarschaft, die unter weniger Lärm und Suchverkehr leiden wird», schreibt der VCS. Schliesslich werde auch der Verkehrsfluss im bereits jetzt überlasteten Gebiet Kreuzplatz / Gais / Hintere Bahnhofstasse weniger stark beeinträchtigt.

In zwei Punkten wurden die Anträge des VCS abgewiesen: Nichts wissen wollten Bauherrschaft und Stadtrat von einer weiteren Reduktion der Verkaufsfläche des Einkaufszentrums. Politisch war dies laut VCS «versprochen, wenn die sportliche Mantelnutzung wegfällt, was eigentlich der Fall ist». Ausserdem sei der Stadtrat der Meinung, das Multiplex-Kino sei mit der Bau- und Nutzungsordnung vereinbar, «obwohl früher gesagt wurde, eine solche Nutzung komme nicht infrage».