Aarau

Verfahren eingestellt: Frau von Aarauer Stadtpolizist zieht Anzeige zurück

Der Aarauer Stadtpolizist sass von Ende September 2013 bis Anfang Januar 2014 in Untersuchungshaft. (Symbolbild)

Der Aarauer Stadtpolizist sass von Ende September 2013 bis Anfang Januar 2014 in Untersuchungshaft. (Symbolbild)

Das Verfahren gegen den Aarauer Stadtpolizisten, der im vergangenen Herbst wegen Verdachts auf häusliche Gewalt freigestellt und für vier Monate in Untersuchungshaft gesetzt wurde, ist eingestellt worden.

Die Ehefrau des Stadtpolizisten hat ihre Anzeige zurückgezogen. Das Verfahren wegen häuslicher Gewalt ist sistiert, auf Wunsch von beiden Parteien. Elisabeth Strebel, die Sprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft, bestätigte dies am Dienstag gegenüber dem Regionaljournal Aargau/Solothurn von Radio SRF. 

Solche Wendungen in Fällen von häuslicher Gewalt kämen relativ häufig vor, sagte Elisabeth Strebel gegenüber Radio SRF weiter. Es passiere immer wieder, dass Frauen ihre Anzeigen im Nachhinein zurückzögen. Die Gründe dafür seien vielfältig.

Ihr Ehemann habe sie mehrfach bedroht und genötigt, hatten anfänglich die Vorwürfe der Frau gelautet. Gegen den Stadtpolizisten wurde darauf eine Strafuntersuchung wegen mehrfacher Drohung, Nötigung, Beschimpfungen und Tätlichkeiten eröffnet.

Der Stadtpolizist wurde am 25. September festgenommen. Im Januar 2014 kam er frei, allerdings mit strengen Auflagen. Er durfte sich zum Beispiel seiner Frau nicht mehr nähern. Die Behörden betonten damals, dass die Vorwürfe gegen den Mann nicht im Zusammenhang mit dessen Arbeit bei der Stadtpolizei stünden.

Allerdings sah sich der Mann in einem zweiten Verfahren des Vorwurfs der Nötigung gegenüber einem Arbeitskollegen konfrontiert. Die Vorwürfe erwiesen sich inzwischen als haltlos, das Verfahren wurde ebenfalls eingestellt.

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