Aarau

Vandalenakt: Soldaten kidnappen Gans und werfen sie in den Stadtbach

In der Pelzgasse im Stadtbach gelandet.

In der Pelzgasse im Stadtbach gelandet.

Die neue Osterdekoration des Zentrums Aarau macht Freude, ist vor Vandalenakten aber nicht gefeit.

Die seit zwei Wochen vor den Ladenlokalen und in den Schaufenstern anzutreffenden neuen Ostergänse der Detaillistenvereinigung «Zentrum Aarau» kommen bei den Passanten gut an. Innert kurzer Zeit hat man sie in Aarau lieb bekommen.

Tagsüber, so das Konzept, sollen die knapp einen Meter grossen «Vögel» ins Freie. Während der Nacht werden sie mit Vorteil aber im sicheren Gebäudeinnern aufbewahrt. Vor Vandalenakten sind die 90 Franken kostenden Kunststofffiguren nämlich, da leicht transportierbar, nicht gefeit. Das zeigt ein Vorfall, der sich in der Nacht vom Donnerstag auf den Freitag in der Altstadt ereignete.

Wie ein Augenzeuge der AZ gegenüber ausführte, hatte eine Gruppe Angehöriger der Schweizer Armee eine der Gänse entwendet. «Die fünf, sechs Wehrmänner im Ausgang», so der Zeuge, «kamen mir um 20.45 Uhr entgegen. Sie kurvten strammen Schrittes von der Kronengasse her um die Ecke und bogen in die Pelzgasse ein.

Der Letzte der Gruppe hielt etwas Weisses in der Hand – eine Gans, deren Hals er umklammerte. Es ging blitzschnell. Bevor ich mich von der ersten Überraschung erholt hatte, liess der Soldat die Gans, ohne den Schritt zu verlangsamen und ohne einen Blick zurückzuwerfen, in den offenen Stadtbach plumpsen.

Auf den ersten Blick schien mir, dass der Gans nichts passiert war. Dank des Rechens konnte sie auch nicht weggeschwemmt werden. Die Uniformierten machten sich eiligst in Richtung Schultheissenhöfli davon.»

Autor

Ueli Wild

Ueli Wild

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