«Ich werde viel auf Reisen sein, ist es doch mein Ziel, bis Ende Jahr möglichst alle 64 Clubs mit ihren knapp 4000 Mitgliedern in meinem Distrikt zu besuchen», erklärt der 67-Jährige, dem die Begeisterung für seine neue Aufgabe förmlich anzusehen ist. Daneben gehört es zum Anforderungsprofil, auch die internationalen Kontakte mit Rotariern aus aller Welt zu pflegen und Erfahrungen auszutauschen.

Innerhalb seines Distriktes kann sich Klemm auf das Sekretariat im Müllerhaus in Lenzburg mit Karin Büchli an der Spitze sowie auf verschiedene Ausschüsse und Kommissionen stützen, die Basisarbeit leisten.

Stetig auf der Leiter nach oben geklettert

Urs Klemm kam als junger Lebensmittelchemiker «aus beruflichen Gründen» 1982 nach Aarau. Geplant war der neue Wohnsitz für den gebürtigen Rheinfelder nur als «Übergangsstation», doch blieb er letztlich in der Aargauer Kantonshauptstadt «hängen». Bis zu seiner Pensionierung war er als Vizedirektor beim Bundesamt für Gesundheit in Bern tätig. Seit 1994 ist er Mitglied des Rotary-Clubs Aarau und absolvierte die interne «Karriereleiter» vom Bulletin-Redaktor bis zum Präsidenten.

Nach einer Umfrage unter den Clubs des Distrikts 1980 vor zwei Jahren wurde rasch klar, dass Urs Klemm als Governor nominiert und problemlos gewählt werden würde, auch wenn er «dieses Amt nicht gesucht hat». Denn mit dem arbeitsintensiven Jahr in dieser Funktion verbunden ist unter anderem auch «der Verzicht auf längere private Ferien».

Motto: Forever young

Das Jahresmotto für den Distrikt 1980 heisst «Rotary forever young». «Die Rotary-Clubs in der Schweiz haben zwar keine Nachwuchssorgen, sie verzeichnen nach wie vor ein sanftes Wachstum», bestätigt Urs Klemm. Doch der Altersdurchschnitt der Mitglieder liege mit knapp 60 Jahren etwas hoch, deshalb sei das Ziel eine natürliche Verjüngung mit Leuten, die noch aktiv im Berufsleben tätig und nicht bereits pensioniert sind. Obwohl, wie Klemm betont, «bei Rotary der Dialog unter den Generationen wichtig ist».

Im Dienst der Jugend

Die Jugend steht denn auch an einem zweitägigen Seminar im Kultur- und Kongresshaus in Aarau am 4. und 5. April im Mittelpunkt, an dem unter Leitung von Klemm namentlich die künftigen Präsidenten der Clubs im Distrikt teilnehmen.

Eines der konkreten Projekte für das kommende Jahr ist die Suche und die Sicherstellung eines Lagerplatzes für Jugendorganisationen wie die Pfadi, Jungwacht oder Cevi. Der Freiraum für Zeltlager in der Natur werde durch die fortschreitende Überbauung oder durch touristische Erschliessung immer mehr eingeschränkt. Das noch zu findende Rotary-Lagergelände soll als Geschenk an Jugendverbände oder Schulen im Juni 2015, also just zum Abschluss der Amtszeit von Governor Urs Klemm, übergeben werden.